Foto: Pixabay
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Renten werden gesicherter

Ab dem 01.10.2022 können nur noch 25% der gesamten Rente ausgezahlt werden. Mit dem Inkrafttreten des FINANCIAL INSTITUTIONS AND MARKETS ACT (FIMA) wird diese Regelung bindend. Bei einer Entlassung oder Kündigung müssen die restlichen dreiviertel in einen anderen Pensionsfond übernommen werden. Damit ist das Überbrücken von kurzfristigen Zahlungsengpässen nicht mehr möglich. Ab einem alter von 55 Jahren kann man sich die komplette Summe auszahlen lassen.

Der Gedanke dahinter ist, den Kreislauf zwischen Auszahlung und dem Verlieren der Rente zu brechen. Es ist gängige Praxis sich die Pension auszahlen zu lassen, wenn man in eine kurzfristige Zahlungsnot kommt. Nachteil daran ist, dass man das Geld später nicht als Rente beziehen kann. Deshalb müssen die Personen länger arbeiten, und die Arbeitsplätze können nicht mit jüngeren Arbeitnehmern besetzt werden.

Mit den neuen Regelungen wird es auch mehr Bürokratie geben. Aufgrund dessen, dass 75% der Pension in einem Fond verbleiben muss, wird die Kontrolle entscheidender. Womit auch die Kosten für Kunden steigen, da mehr Personal benötigt wird. Die Firmen haben bis zum 30.09.2023 Zeit, diese Regelungen umzusetzen, weshalb fraglich ist, wann die Preise steigen.

Kommentar

Allgemeine Zeitung 2022-12-08

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