Regulierung für Imker

Ausländische Honigimporte bedrohen lokalen Honigproduzenten und Honigmarkt
Namibische Landwirte, die Bienen dhalten und ins besondere auch die Imker sind besorgt über sambischen Honig, der vor Ort verkauft wird, aber in den Nachbarländern verboten ist. Synthetischer Honig aus China und kein staatliches Regelwerk für die Industrie benachteiligen die Honigproduzenten.
Elvira Hattingh
Von Elvira Hatting

(Bearbeitet von S. Noechel)

Windhoek

Während der Bienenzüchter- und Imkerverband von Namibia (Beekeeping Association of Namibia, Ban) kürzlich dem namibischen Landwirtschaftsverband (Namibia Agricultural Union, NLU) angegliedert wurde, forderten die Imker dringend gesetzlichen Schutz und Unterstützung für diesen Wirtschaftssektors in Namibia.

In ihrem jüngsten Rundschreiben stellt die NLU fest, dass es derzeit keine Marktforschung zum Schutz und zur Entwicklung der lokalen Honigproduktion gibt. „Die lokale Nachfrage nach rohem namibischen Honig (Rohhonig) ist sehr hoch, aber die lokalen Geschäfte werden mit importiertem Honig aus der ganzen Welt überschwemmt.

Synthetischer Honig aus China wird in südafrikanischen Häfen in Behältern mit der Aufschrift „in transit to Namibia“, angeliefert, was Bedenken hinsichtlich der Gesundheit- und Hygiene-Standards während der Transportphase des Honigs aufkommen lässt", das schreibt Ban in dem NLU-Rundschreiben. ,,Ein drastischer Anstieg ist bei den Honigabfüllanlagen zu verzeichnen, für die es derzeit keine Vorschriften oder Regulierungsanforderungen gibt.

„Noch beunruhigender ist, dass Honig aus Sambia - der in den Nachbarländern wegen der tödlichen bakteriellen Krankheit, genannt Amerikanische Faulbrut (American Foulbrood) oder auch die „Bienen Pest“, verboten ist, trotzdem die lokalen Märkte überschwemmt. Dieses Bakterium zersetzt die Bienenlarve und kontaminiert den Honig, der diese somit verbreitet.

,,Wir können alles tun, um die Industrie zu fördern, aber ohne Schutz und Regulierung ist alles vergebens. Die Gesetze müssen dringend geändert und die Branche muss gesetzlich unterstützt werden", so Ban.

Zusammenschluss

Der neue Zusammenschluss kommt jedoch zustande, nachdem sich gezeigt hat, dass ein großer Bedarf an einer eigenen namibischen Bienenindustrie besteht. Ban sagt, dass die lokalen Imker mit den Anfragen nach Bestäubung, Honig und Bienenschwärmen nicht mehr Schritt halten können.

Ban wurde jedoch bereits vor zwei Jahren auf einer Sitzung des Ministeriums für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus gegründet. Inzwischen hat sie sich zur ersten registrierten Organisation für Bienenkunde in Namibia entwickelt. Die Imkerei gibt es in Namibia jedoch schon seit über 100 Jahren, wobei vor Ort sowohl traditionelle als auch moderne Imkermethoden praktiziert werden.

Einige der (inzwischen überarbeiteten) Imkereigesetze und -dokumente stammen aus den Jahren 1911 und 1923. Ban ist eine freiwillige, gemeinnützige, nicht-staatliche Organisation, die über alle rechtlichen und finanziellen Registrierungsanforderungen und Unterlagen verfügt. Das Ban-Sekretariat, die regionalen Vertreter und die Ausschüsse wurden bereits eingerichtet und arbeiten als unabhängige Teams, die den Imkern Rückmeldung über ihre Bedürfnisse geben.

Nach Angaben von Ban besteht derzeit ein starkes Interesse an lokalen Produkten. Dementsprechend besteht die Notwendigkeit, den Honigmarkt und die damit verbundenen Produkte zu entwickeln. ,,Namibia hat viele berühmte Heilpflanzen, die auch gut für Bienen sind."

Ein Teil des namibischen Honigs kann sich mit dem Manuka-Honig messen (der als einer der besten der Welt gilt und oft als Maßstab für Bewertungen herangezogen wird). Ban sagt, seine ebenso wichtige Vision sei es, die Wiederbelebung der Landwirtschaft in Namibia zu gestalten, da Bienen beim Bestäuben in der Landwirtschaft äußerst wichtig sind.

Dies soll durch interaktive, praxisnahe Programme und Konzepte geschehen, die alle Aspekte der Bienenkunde beinhalten, insbesondere wenn es um Umwelt, Naturschutz und Ernährungssicherheit geht.

Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu hinterlassen