28 April 2017 | Meinung & Kommentare

Zur Berechtigung auf Reichtum

Ob bei der Vergabe von Quoten, Permits oder Lizenzen, sowie von Staatsaufträgen an sogenannte „Tender-preneurs“, es gibt Gründe warum es Namibia nicht so gut geht, wie es gehen könnte. Nachdem die Fischquoten zunehmend unter Druck kamen und vermindert wurden – weswegen die Fischerei keine Millionäre mehr am Fließband hergibt –, wandte man sich den Prospektionsrechten zu. Als vorher sozial Benachteiligter und mit den richtigen Verbindungen wurde man Eigentümer einer exklusiven Prospektierlizenz (EPL). Farmer befürchteten das Schlimmste, wenn ein EPL-Eigner mit chinesischem Fachberater antrat. Allerdings war der namibische Boden mit seinen Bodenschätzen diesem Glückspiel selten hold, weswegen man sich den limitierten Lizenzen für die Erzeugung von erneuerbarer Energie zuwandte. Wieder wurde der Schwerpunkt nicht auf Qualifikation sondern auf Benachteiligte gelegt, die dann auf Investorensuche gehen. Diese sich wiederholende Tendenz und ständige Erwartung des schnellen Reichtums führt bei Investoren mittlerweile ins Nichts, denn auch diese Leute schulden einem Vorstand Rechenschaft und können nicht einfach mit Geld um sich werfen! Wenn ein Minister für Bergbau und Energie entrüstet feststellt, dass sich „seit zwei Jahren nichts getan hat“ und nur 5% der vergebenen EPLs zu funktionstüchtigen Minen avanciert sind, und die seit 2015 vergebenen Genehmigungen für die Generierung von Strom ebenfalls meist unverwirklicht bleiben, erhebt sich die Frage, was derselbe Minister – der sich gerade neulich auch über den Export von ungeschliffenen Diamanten beschwert hat –, selbst zu tun gedenkt, damit dieser Schlendrian endlich ein Ende hat?



Von Frank Steffen

Gleiche Nachricht

 

Viele Mittel ohne Zweck

vor 15 stunden | Meinung & Kommentare

Am 2. Juni feierte die namibische Armee in Grootfontein das 31. Jubiläum. Der oberste Befehlshaber, Präsident Hage Geingob brachte in einer verlesenen Rede seinen „Stolz...

Mehr Zerwürfnis als Versöhnung

1 woche her - 14 Juni 2021 | Meinung & Kommentare

Die hoch-emotionale, teils hysterische Reaktion von Stammesführern und Oppositionsparteien auf das Versöhnungspaket, das in Berlin und Windhoek zur Ratifizierung vorgelegt wird, ist total aus dem...

Schwacher Verhandlungspartner

1 woche her - 08 Juni 2021 | Meinung & Kommentare

Die Kommunalvertreter der OvaHerero Traditional Authority (OTA) und der Nama Traditional Leaders‘ Association (NTLA) behaupten die einzigen Vertreter ihrer jeweiligen Volksgruppen zu sein. Die Rechnung...

Rote Linie schützt Arbeitsstellen

vor 2 wochen - 01 Juni 2021 | Meinung & Kommentare

Im Internet kann man über den Veterinärzaun im Norden Namibias - der „Roten Linie der Apartheid-Politik“ - nachlesen. Es gibt unterschiedliche Ansichten über den Ursprung,...

Blödsinnige Phrasendrescherei

vor 3 wochen - 28 Mai 2021 | Meinung & Kommentare

Namibische Farmer besitzen Mut und haben wiederholt ihr Durchhaltevermögen bewiesen. Sie müssen sich ständig - genau wie jeder andere Beruf - weiterbilden, und jedes Mal...

Zu viele Themen unbereinigt

vor 3 wochen - 26 Mai 2021 | Meinung & Kommentare

Namibier sind nicht grundsätzlich gegen den Bergbau - seit vielen Jahren gibt es kaum Widerstand. Namibier sind allerdings stolz auf ihre Umwelt, die zu den...

Unerhört freche Forderungen

vor 1 monat - 21 Mai 2021 | Meinung & Kommentare

Wer soziale, wirtschaftliche oder politische Systeme aus dem eigenen Umfeld kritisiert, wird gern als Nestbeschmutzer verschrien. Darum hadert der Mensch mit solch einem Schritt, und...

Tourismus mit Waffen bedrohen

vor 1 monat - 14 Mai 2021 | Meinung & Kommentare

Man kann sich darüber streiten, ob der botswanische „Schießbefehl“, laut dem die Sicherheitskräfte unseres Nachbarlandes grundsätzlich mit tödlicher Gewalt gegen Wilderer vorgehen dürfen, in Ordnung...

Vetternwirtschaft wird zu Norm

vor 1 monat - 12 Mai 2021 | Meinung & Kommentare

Neulich verzweifelte eine Freischaffende, weil ihre Neffen einem Umfeld ausgesetzt seien, in dem Korruption und Vetternwirtschaft zur Norm würden. Diese Teenager würden derartige Vergehen als...

Vandalismus „made in France“

vor 1 monat - 06 Mai 2021 | Meinung & Kommentare

Namibia kann seine Museen an den Fingern abzählen und die meisten leiden an Geldmangel, sie sind von Spenden und Hilfe abhängig. Zweckgebundene Spenden dienen hauptsächlich...