11 September 2019 | Natur & Umwelt

Verendeter Elefant ohne Stoßzähne wird jetzt untersucht

Umweltministerium sorgt sich über die zunehmende Anzahl der Tier-Vergiftungen in den Erongo- und Kunene-Regionen

Swakopmund/Omaruru/Windhoek (er) • Auf einer Farm in der Erongo-Region wurde am Wochenende ein angeblich vergifteter Elefant entdeckt – seine Stoßzähne waren entfernt worden. „Wir untersuchen einen Fall der möglichen Wilderei“, sagte Romeo Muyunda, Pressesprecher im Umweltministerium, gestern der AZ.

Laut Muyunda handelt es sich dabei nicht um das einzige vergiftete Tier. Unlängst seien mehrere Tiere auf einer Farm in der zentralen Küstenregion vergiftet worden. „Das Ministerium ist über die deutlich zunehmende Anzahl der Vergiftungen in den Erongo- und Kunene-Regionen zutiefst besorgt. Unsere Bemühungen zum Erhalt der Umwelt werden bedroht. Wir müssen strenger und härter durchgreifen“, ergänzte er.

Einzelheiten über den verendeten Elefanten liegen Muyunda bisher nicht vor. Allerdings konnte er bestätigen, dass das verendete Tier auf einer Farm in der Erongo-Region gefunden und die Stoßzähne des Elefanten entfernt worden seien. „Das ist sehr beunruhigend und darum untersuchen wir den Fall“, sagte er lediglich.

Unbekannte Personen hätten indessen zwei Wasserstellen auf einer Farm nahe Omaruru vergiftet. Am Ende der vergangenen Woche seien im Umkreis der beiden Wasserstellen mehrere verendete Tiere - darunter zwei Aasgeier, ein Zebra, ein Schabracken-Schakal, ein Kudu, ein Pavian und mehrere Warzenschweine - entdeckt worden. „Beiden Tränken wurden Wasserproben entnommen und Gift im Wasser festgestellt“, so Muyunda. Auch dieser Fall werde vom Umweltministerium und der Polizei untersucht.

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