03 April 2017 | Unfälle

Schwarze Woche für Namibia

MVA meldet 36 Verkehrsunfälle mit 13 Toten in vier Tagen

Der Verkehrsunfallfonds (MVA) nennt es eine der „schwärzesten Wochen des Jahres“. Dabei sind es vom 27. bis zum 30. März sogar nur vier Tage, an denen laut MVA 13 Menschen ihr Leben bei insgesamt 36 Verkehrsunfällen verloren haben. Die trauernden Angehörigen will der Fonds nun unterstützen.

Von Nina Cerezo, Windhoek

Mindestens drei Tote und 12 Verletzte bei neun Unfällen täglich. Das verzeichnet die Verkehrsunfallstatistik in den letzten Märztagen und liegt damit deutlich über dem bisherigen Durchschnittswert im laufenden Jahr. So hat es laut MVA-Internetseite vom 1. Januar bis zum 26. März insgesamt 806 Unfälle (9,5 pro Tag) und 114 Tote (1,3 pro Tag) gegeben. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres ist dies ein Rückgang. So habe es 2016 insgesamt 916 Unfälle (10,8 pro Tag) und 152 Tote (1,8 pro Tag) gegeben.

Einer der Unfälle der vergangenen Tage hat sich gemäß der namibischen Polizei (NamPol) am 30. März in Rundu zugetragen. Dort habe gegen 21.30 Uhr der Fahrer eines Ford SUV mit dem Nummernschild „DR DISH NA“ auf der Trans-Caprivi-Fernstraße eine Fußgängerin erfasst, die die Straße überqueren wollte. „Die Frau war schwanger und erlag ihren Verletzungen bei der Ankunft im Staatskrankenhaus in Rundu“, erläuterte Polizeikommissar Edwin Kanguatjivi. Bei dem Opfer handle es sich um die 18-jährige Kambanga Juleta. Der Fahrer konnte laut Polizei noch nicht gefasst werden.

Einen weiteren Unfall habe es am Freitag, dem 31. März, zwischen Arandis und Usakos auf der Fernstraße B2 gegeben. Gemäß der West Coast Safety Initiative (WCSI) seien ein Pkw und ein Pickup mit Anhänger rund 20 Kilometer westlich von Arandis frontal zusammengestoßen, wobei der Fahrer des Pkws eingeklemmt wurde und noch im Fahrzeug verstarb. Die Leiche hätte erst mit hydraulischen Rettungsgeräten geborgen werden können. Die acht Insassen des Pickups seien nur leicht verletzt worden. Wie WCSI erklärte, sei die Unfallursache derzeit noch unklar.

Der MVA erinnert in Zusammenhang dieser und der weiteren Unfälle an sein Mandat, „den Familien der Verstorbenen Unterstützung anzubieten“. „Wir wollen daher die Angehörigen ermutigen, uns zu kontaktieren, um Leistungen wie Beerdigungszuschüsse, Ausgleich für Einkommensverluste oder Verletzungszuschüsse zu beantragen“, heißt es in der Mitteilung des Fonds. So würden zum Beispiel für jede Beerdigung 7000 N$ zur Verfügung stehen sowie der Fonds für Personen, die bei Verkehrsunfällen Verletzungen erlitten haben, bis zu 1,5 Millionen N$ für medizinische Versorgung übernehmen würde. Der Leistungsanspruch verfalle dabei ein Jahr nach dem jeweiligen Unfall (AZ berichtete).

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