12 September 2018 | Afrika

Regierung von Burundi spricht UN-Experten Verbot aus

Bujumbura (dpa) - Nachdem die UN Behörden in Burundi erneut Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen haben, hat die Regierung des Landes UN-Experten ein Verbot ausgesprochen. Die drei Experten der Untersuchungskommission zu Burundi des UN-Büros für Menschenrechte seien zu Personae non grata – unerwünschten Personen – erklärt worden, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben des burundischen Außenministers Ezéchiel Nibigira.

Nibigira kritisierte einen Bericht der UN-Experten von vergangener Woche, der Behörden in Burundi erneut Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorwirft. Anhand von Informationen von rund 900 Opfern, Augenzeugen und mutmaßlichen Tätern wurden dem Bericht zufolge etwa Folterungen, willkürliche Festnahmen und Tötungen dokumentiert. Zu den mutmaßlichen Tätern gehören demnach unter anderem Mitglieder der Geheimdienste und der Polizei. Der Bericht ist „gegensätzlich zur Realität im Land“, hieß es in dem Schreiben von Nibigira. Burundi hatte zuvor schon einmal UN-Experten ein Verbot ausgesprochen.

2016 hatte das UN-Büro für Menschenrechte die Untersuchungskommission gegründet, um mögliche Menschenrechtsverletzungen in Burundi seit April 2015 zu untersuchen. Damals war in Burundi eine Krise ausgebrochen, als sich Präsident Pierre Nkurunziza entgegen den Bestimmungen der Verfassung eine dritte Amtszeit sicherte. Burundi trat 2017 als erstes Land aus dem Weltstrafgericht aus, kurz darauf hat das Gericht eine offizielle Ermittlung zu möglichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in dem ostafrikanischen Land genehmigt.

Gleiche Nachricht

 

Extremisten töten 29 Menschen bei Anschlag auf Hotel in...

vor 1 tag - 14 Juli 2019 | Afrika

Von Deutsche Presse-Agentur, dpaMogadischuIslamistische Extremisten haben in Somalia ein Hotel angegriffen und mindestens 29 Menschen getötet. Die Angreifer veschanzten sich für mehr als zehn Stunden...

Ernüchterung in Äthiopien und Eritrea

vor 6 tagen - 10 Juli 2019 | Afrika

Von Gioia Forster und Elias Meseret (dpa) (Addis Abeba/Asmara) Die Euphorie war kaum zu bremsen vor einem Jahr. Am Flughafen von Eritreas Hauptstadt Asmara fielen...

Militär und Opposition im Sudan einigen sich auf Übergangsregierung

1 woche her - 05 Juli 2019 | Afrika

Khartum (dpa) - Im Sudan haben sich der Militärrat und die Opposition auf die Schaffung einer gemeinsamen Übergangsregierung geeinigt. Die Streitkräfte und das Oppositionsbündnis Deklaration...

Präsidialamt: Tunesiens Präsident verlässt Krankenhaus

1 woche her - 02 Juli 2019 | Afrika

Tunis (dpa) - Tunesiens Präsident Beji Caid Essebsi hat nach offiziellen Angaben nach vier Tagen das Krankenhaus wieder verlassen. Nach einer „notwendigen Behandlung“, die nicht...

Ebola-Experten in Uganda

vor 2 wochen - 27 Juni 2019 | Afrika

Berlin/Kampala (dpa) - Zur Unterstützung im Kampf gegen die gefährliche Ebola-Krankheit hat die Bundesregierung ein Experten-Team nach Uganda geschickt. Das Team sei am Dienstag in...

Drahtzieher des Putschversuchs in Äthiopien getötet

vor 2 wochen - 25 Juni 2019 | Afrika

Addis Abeba (dpa) - Der Drahtzieher des versuchten Putsches gegen eine Regionalregierung in Äthiopien ist laut Regierung tot. Der Brigadegeneral sei nahe Bahir Dar, der...

Helfer warnen vor Hungersnot in Mosambik

vor 3 wochen - 23 Juni 2019 | Afrika

Maputo (dpa) - 100 Tage nach der verheerenden Verwüstung durch Zyklon "Idai" in Mosambik steht für mehr als eine Million Menschen das Schlimmste womöglich noch...

Äthiopischer Regionalpräsident bei Putschversuch getötet

vor 3 wochen - 23 Juni 2019 | Afrika

Addis Abeba (dpa) - Bei einem Putschversuch gegen eine Regionalvertretung in Äthiopien wurde der Regierung zufolge der Präsident der Region und der Chef der äthiopischen...

Weltgesundheitsorganisation fehlen Millionen für Kampf gegen Ebola

vor 3 wochen - 20 Juni 2019 | Afrika

Genf (dpa) - Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fehlen Millionenbeträge im Kampf gegen die gefährliche Viruskrankheit Ebola im Kongo. Die WHO hatte die Kosten zur Finanzierung des...

Ägypten wirft Vereinten Nationen Politisierung von Mursis Tod vor...

vor 3 wochen - 19 Juni 2019 | Afrika

Kairo (dpa) - Ägypten hat dem Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen vorgeworfen, den Tod des früheren Präsidenten Mohammed Mursi für politische Zwecke zu nutzen. Die Forderung...