06 Dezember 2018 | Geschäft

Peugeot und Opel aus Walvis Bay

Die ersten fünfzehn Fahrzeuge sind vom Fließband gerollt

Präsident Hage Geingob hat gestern in Walvis Bay das Endmontagewerk des französischen Autobauers PSA offiziell eingeweiht - und hat persönlich in einem dort montierten Peugeot 5008 eine Testfahrt unternommen. „Ich bin begeistert“, freute er sich nach dem Aussteigen.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Walvis Bay

Präsident Hage Geingob empfindet die gestrige Feierlichkeit im Endmontagewerk in Walvis Bay als einen Meilenstein in Namibias Geschichte: Das Investment in der Automobilindustrie diversifiziere aber nicht nur Namibias Wirtschaft, sondern erwecke auch die Nostalgie in ihm. „Mein erstes Auto, das ich mir vor der Unabhängigkeit in Sambia kaufte, war ein alter Peugeot“, berichtete er.

Bei dem PSA-Endmontagewerk in Walvis Bay werden vorläufig drei unterschiedliche SUV-Fahrzeuge montiert - die Teile werden aus dem Ausland importiert. Es handele sich dabei um zwei Peugeot-Modelle (3008 und 5008), sowie den Opel Grandland X, teilte Peugeots Vizepräsident für Afrika südlich der Sahara, Emre Karaer, mit. „Wir sind unserem Partner, der Namibia Development Corporation, für die Realisierung dieses Projekts dankbar“, ergänzte er.

Laut Karaer sind bereits 15 Fahrzeuge vom Fließband in dem Werk in Walvis Bay gerollt - jeweils fünf Stück der drei genannten Modelle. „Bis zum Jahr 2020 zielen wir darauf ab, 5000 Fahrzeuge pro Jahr zu montieren“, sagte er. Damit wolle die PSA-Gruppe das gesamte südliche Afrika beliefern und „unser SACU-Ziel umsetzen“.

„Wir wollen diese Fahrzeuge hierzulande zusammenbauen und versuchen, letztendlich nur noch örtlich montierte Wagen zu verkaufen“, erklärte er und fügte hinzu: „Diese Fahrzeuge werden einem rigorosen Testverfahren ausgesetzt, damit wir alle Sicherheits- und Qualitätsstandards von PSA garantieren können.“

In dem Endmontagewerk seien indes 50 Arbeitsplätze geschaffen worden - eine erfreuliche Anzahl, meinte Claire Bodonyi, die französische Botschafterin in Namibia. „Wieso wurde Namibia ausgesucht? Der Grund ist einfach, man sucht einen zuverlässigen Partner“, erklärte sie und ergänzte, dass das Endmontagewerk ein Investment von insgesamt 190 Millionen Namibia-Dollar darstelle.

Präsident Geingob hielt gestern viel Lob bereit, sei es für das Investment als solches inklusive der Beschaffung von Arbeitsplätzen oder für Finanzminister Calle Schlettwein, der „durch die Hölle gegangen ist, um dieses Projekt zu realisieren“. „Die Automobilindustrie wurde in unserer ‚Growth at Home‘-Strategie als vorrangiger Sektor identifiziert. Wir glauben, dass wir durch Investitionen in dieser Branche unsere Wirtschaft diversifizieren und unserem Ziel näher rücken, zu einem regionalen Tor für die SADC-Region zu werden“, erklärte er.

Der Weg zur Realisierung des Projekts sei allerdings laut Geingob mit Herausforderungen gepflastert. „Es gibt eine Reihe von Ländern in der Region, die liebend gern das Gastgeberland für dieses Projekt gewesen wären, aber aufgrund der Verhandlungen hat Peugeot letztendlich Namibia als Standort für dieses Montagewerk bevorzugt“, berichtete er.

Damit hätten Peugeot und Namibia eine gemeinsame Reise begonnen, die beiden Parteien Erfolg und Wohlstand verspricht. „Diese Investition unterstreicht unsere Absicht, eine industrielle Revolution in Namibia herbeizuführen. Es ist eine Entwicklung, die über viele Jahrzehnte und Jahre hinweg Arbeitsplätze und dadurch unseren Landsleuten einen besseren Lebensstandard sowie Sicherheit und Wohlstand beschert“, freute er sich abschließend.

Gleiche Nachricht

 

Industry, campaigners spar over SA's carbon tax

vor 1 tag - 18 Juli 2019 | Geschäft

Béatrice Debut - South Africa's new carbon tax has provoked a storm of criticism from environmental campaigners who say it is too weak - and...

NWR: Hengari hat ausgedient

vor 1 tag - 18 Juli 2019 | Geschäft

Windhoek (cev) • Der Vertrag von Zelna Hengari, der im April suspendierten Geschäftsführerin des staatlichen Rastlagerbetreiber Namibia Wildlife Resorts (NWR), ist am Montag ausgelaufen. Das...

Rössing-Verkauf abgeschlossen

vor 1 tag - 18 Juli 2019 | Geschäft

Windhoek/Swakopmund (Nampa/cev) – Der Verkauf der Rössing-Uranmine an das Bergbauunternehmen China National Uranium Corporation Limited (CNUC) ist endgültig abgeschlossen. Das teilte der somit ehemalige Eigentümer,...

Company news in brief

vor 1 tag - 18 Juli 2019 | Geschäft

Acacia's mine ordered to stop using tailings storage facilityAcacia Mining said yesterday that Tanzania has ordered it to stop using tailing storage facility at its...

O&L-Firmengruppe feiert im Oktober 2019 das 100. Jubiläum

vor 4 tagen - 15 Juli 2019 | Geschäft

Auf ihrer Internetseite stellt sich die Ohlthaver & List-Firmengruppe als „wahrhaft afrikanisches Unternehmen mit mehr als 6200 Mitarbeitern in verschiedenen Geschäftsbereichen“ vor. Das Unternehmen hatte...

Cymot-Familie veranstaltet 20. Handelsmesse

vor 4 tagen - 15 Juli 2019 | Geschäft

Am vergangenen Donnerstagnachmittag startete die 20. Handelsmesse der Firma Cymot in Windhoek - an jenem Abend wurden die Aussteller und Lieferanten formell in Namibia willkommen...

Bei Cymot für Tüten zahlen

1 woche her - 12 Juli 2019 | Geschäft

Nicht nur wird der Einzelhändler Cymot ab dem 1. August nur noch wiederverwertete Plastiktüten herausgeben sondern auf jede künftig auch 50 namibische Cent verlangen. Das...

Afrikanischen Kooperation

1 woche her - 10 Juli 2019 | Geschäft

Von Ogone Tlhage & Frank SteffenWindhoek Der namibische Bergbau- und Energieminister, Tom Alweendo, forderte seine anwesenden Kollegen und Vertreter der weiteren afrikanischen diamantenfördernden Länder auf,...

Eco-Gruppe im Aufwind

1 woche her - 08 Juli 2019 | Geschäft

Von Frank Steffen, WindhoekDie sich mehrheitlich im Besitz des erfolgreichen lokalen Unternehmers Bernd Izko befindenden Anteile in der Eco-Gruppe, sollen demnächst zu einem Teil vom...

Ausweg aus der Wirtschaftskrise

vor 2 wochen - 03 Juli 2019 | Geschäft

Windhoek (cev) – Nachdem der Präsident im April eine Sonderkomitee ins Leben gerufen, um einen Ausweg aus der Wirtschaftskrise zu finden (AZ berichtete), gibt es...