19 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Pangolinschutz: Belohnungssystem fährt weiter Erfolge ein

Windhoek (nic) – Seit der Einführung des Belohnungssystems zum Schutz von Schuppentieren wurden insgesamt 177 mutmaßliche Pangolin-Wilderer beziehungsweise -Händler festgenommen. Dies teilte der Geschäftsführer der namibischen Umweltkammer (NCE), Dr. Chris Brown, am Montag schriftlich mit. Weiter seien seit September 2017, als die Belohnungsinitiative ins Leben gerufen worden war, 96 Strafverfahren eröffnet worden. Beim Belohnungssystem erhalten Informanten, deren Hinweise zur Festnahme von Pangolin-Wilderern oder -Händlern führen, eine Bargeldentlohnung (AZ berichtete).

Im Februar dieses Jahres hatte Brown diese Initiative als „sehr erfolgreiche“ Maßnahme beschrieben, die „alle Erwartungen übertroffen“ habe. Allein im Jahr 2018 waren in diesem Zusammenhang 112 Tatverdächtige verhaftet und 57 Strafverfahren eröffnet worden – deutlich mehr als in den Jahren zuvor, wie aus einem Bericht der Namibischen Partnerschaft gegen Kriminalität hervorgeht, auf den Brown verweist. Darin wird zudem deutlich, dass auch die Zahl der konfiszierten Schuppentiere und Schuppentierpanzer in den vergangenen zwei Jahren deutlich gestiegen ist: Während 2016 noch kein einziges lebendiges Tier und nur einzelne Panzer von der Polizei sichergestellt werden konnten, waren es laut 2017 bereits mehr als 40 Panzer und rund 20 lebendige Tiere – und im Folgejahr wurden diese Zahlen mit über 50 Panzern und mehr als 25 lebendig konfiszierten Pangolinen noch einmal übertroffen.

Den „beeindruckenden Erfolg“ führt Brown jedoch nicht nur auf das Belohnungssystem, sondern auch auf eine funktionierende Partnerschaft zwischen Regierungsinstitutionen und privaten Initiativen zurück. Dabei seien mehr als 30 Organisationen involviert, die Wert auf sechs Schlüsselfaktoren legen würden: ein funktionierendes Netzwerk, strategisches und innovatives Vorgehen, die Nutzung aller verfügbaren Technologien, das Teilen von Informationen, schnelle und flexible Finanzierungsmodelle und die permanente Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten.

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