21 Mai 2019 | Natur & Umwelt

NWR sorgt sich um Trinkwasser im Fischfluss-Canyon

Swakopmund//Ai-/Ais (er) • Der begehrten Fischfluss-Wanderroute im Süden Namibias droht Ende dieses Monats die Schließung wegen akuten Wassermangels. Der staatliche Rastlagerbetreiber Namibia Wildlife Resorts (NWR) will dies vermeiden und verhandelt daher aktuell mit einem „Gönner“. Das teilte NWR-Pressesprecher Mufaro Nesongano jetzt auf Nachfrage der AZ mit.

Obwohl zu Jahresbeginn zeitweilig besonders gute Niederschläge im tiefen Süden des Landes vermeldet wurden, fließt im Fischfluss kein Wasser mehr. Stattdessen stehen den Wanderern im gleichnamigen Canyon lediglich mehrere große Kolke zur Wasserversorgung zur Verfügung. Das Wandern im Fischfluss-Canyon ist jährlich in der Zeit von Mai bis September erlaubt und fällt in eine Zeit, in der einerseits kaum mehr mit schweren Fluten gerechnet zu werden braucht, aber wenigstens fließendes Flusswasser zur Verfügung steht. Die Route beginnt unweit des Haupt-Aussichtspunktes beim Rastlager Hobas und endet rund 90 Kilometer weiter südlich bei den heißen Quellen /Ai-/Ais.

„Wir sind uns der Wassersituation im Fischfluss-Canyon seit einiger Zeit bewusst und behalten die Situation im Auge“, sagte Nesongano. In der vergangenen Woche hat das Personal bei /Ai-/Ais angehende Wanderer über eine Schließung der Route zum Ende des Monats Mai informiert, da es dann wahrscheinlich an ausreichendem Trinkwasser entlang der Route fehlt.

„Die Wanderroute ist sehr beliebt und somit wollen wir dies vermeiden. Deshalb verhandeln wir mit einem Sponsoren, der Trinkwasser an mehreren strategischen Stellen entlang der Route abstellen will“, erklärt Nesongano. Diesen Schritt begründet er damit, dass der zweitgrößte Canyon der Welt „ein besonders beliebtes Wanderziel“ ist und bereits sehr viele Buchungen für die kommenden Monate vorliegen. Wer der „Gönner“ ist, wollte er allerdings nicht bekanntgeben.

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