12 Juli 2019 | Sport

Nicht mehr weit weg von der Weltspitze

In Südkorea möchte Phillip Seidler Erfahrungen sammeln und das Beste herausholen

Windhoek (pl) - Am morgigen Samstag beginnt die Freiwasserweltmeisterschaft in Südkorea (13. Juli bis 19. Juli 2019 in Yeosu). Im letzten Teil der Interviewserie „Seidlers Welt des Schwimmens“ hat uns der Freiwasserschwimmer aus Swakopmund sein Ziel für die WM verraten und erklärt, wie er sich noch für die Olympischen Spiele qualifizieren kann.

Herr Seidler, Sie wurden 42. bei der WM in Budapest 2017. Was ist das Ziel bei dieser WM?

Ich möchte bei der WM in der oberen Hälfte landen und so nah dran wie möglich an die schnellsten Schwimmer kommen. Erfahrung ist sehr wichtig im Freiwasser. Wenn ich im Wettkampf nah dran bin, kann ich am meisten lernen. Beim Weltcup auf den Seychellen habe ich erst gelernt, wie man sich ein Rennen in schnelle und langsame Phasen einteilt. Danach haben wir zum Beispiel die Pfeife beim Training eingeführt (nachzulesen im ersten Teil der Interviewserie).

Das letzte Olympia-Gold wurde in 1:52:59 h geholt. Wie lautet Ihre aktuelle Bestzeit?

Eine Stunde und 54 Minuten ist meine aktuelle Bestzeit bei den zehn Kilometern, die ich bei den südafrikanischen Meisterschaften im März in Jeffreys Bay geschwommen bin. Es kommt aber immer auf die Begebenheiten an. Manchmal variieren zum Beispiel die Distanzen um 500 Meter. Genauso kommt es auf das Wetter, die Strömungen oder ähnliches an. Die schnellsten Zeiten liegen aber bei einer Stunde und 52 Minuten. Es ist auch mein Ziel, in diesen Bereich zu kommen. Davon bin ich auch nicht mehr weg. In dem Bereich von zwei Minuten kann man noch sehr viel rausholen. Da geht es auch um Erfahrung und was man im Training noch verbessern kann.

Mindestens ein 10. Platz bei einer WM ist eine Möglichkeit, bei den Olympischen Spielen 2020 oder 2024 dabei zu sein. Wie geht es noch?

Die zweite Möglichkeit, sich zu qualifizieren, ist die Eliminations Round, die zwei Monate vor den Olympischen Spielen stattfindet. Alle Länder, die bei der Weltmeisterschaft nicht unter den ersten Zehn gelandet sind, treten dann nochmal gegeneinander an. Wenn man dort unter den ersten neun landet, hat man sich auch qualifiziert. Außerdem wird noch ein Schwimmer aus Afrika nominiert, wobei Südafrika ausgenommen ist. Das heißt, wenn ich bei der Elimination Round bester Afrikaner bin, kann ich mich ebenfalls qualifizieren. Die Elimination Round ist für mich zurzeit das wichtigste Rennen in meinem Leben. Daraufhin trainieren wir zurzeit.

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