31 August 2009 | Politik

NGfM: Regierung muss antworten

Windhoek - Anlässlich des internationalen Tags der Vermissten am gestrigen Sonntag hat die Nationale Gesellschaft für Menschenrechte einmal mehr an das ungeklärte Schicksal von mindestens 7300 verschwundenen Männern und Frauen erinnert. Man sei tief besorgt über die Verzögerung oder gar Weigerung der Regierung, zu dem Vorwurf, sie habe während des Unabhängigkeitskampfs in den Jahren 1974 bis 1989 sowie während des bewaffneten Konflikts zwischen 1994 und 2003 systematisch und im großen Stil Personen verschleppt, heißt es jetzt in einer Stellungnahme von NGfM-Direktor Phil ya Nangoloh. Er bezieht sich damit auf eine Anfrage der Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu unfreiwilligem und erzwungenem Verschwinden von Menschen (WGEID) an die namibische Regierung, nachdem die NGfM im Jahr 2008 ein Dossier über die Entdeckung mehrere anonymer Massengräber an der namibisch-angolanischen Grenze veröffentlicht hatte. Die WGEID hatte eine Stellungnahme verlangt, ob die Anschuldigungen der NGfM der Wahrheit entsprechen, und wenn ja, ob die Regierung die Herkunft der Gräber und die Vermisstenfälle untersucht sowie die Angehörigen von Verschollenen unterstützt habe.
Die Regierung hatte zugegeben, dass Massengräber existieren, allerdings im gleichen Atemzug eine Schmutzkampagne gegen die NGfM lanciert. Sie warf der Menschenrechtsorganisation vor, Namibia mit dem Dossier vor der internationalen Gemeinschaft in ein schlechtes Licht rücken zu wollen.
Nach Angaben der NGfM waren in Zeit des Unabhängigkeitskampfes zwischen 1974 und 1989 mindestens 4000 Namibier verschwunden. Seit dem bewaffneten Konflikt in Nordnamibia zwischen 1994 und 2003 sei zudem das Schicksal von mindestens 3300 weiteren Namibiern ungeklärt.

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