09 Mai 2019 | Tourismus

Namibias Ruf als Reiseziel in Gefahr

Tourismusministerium nennt infrastrukturelle Mängel „extreme Herausforderung“

Aufgrund fehlender finanzieller Mittel steht das Ministerium für Umwelt und Tourismus vor extremen Herausforderungen hinsichtlich der Instandhaltung und des Ausbaus von Infrastruktur. Vor allem Mängel in den Nationalparks stellen dabei den Ruf Namibias als Reiseziel in Frage.

Von Nina Cerezo, Windhoek

„Wir haben schon mehrmals Beschwerden von Namibiabesuchern erhalten“, stellte die stellvertretende Umwelt- und Tourismusministerin Bernadette Jagger bei ihrer kürzlich gehaltenen Ansprache zum Haushaltsentwurf in der Nationalversammlung fest. Damit bezog sie sich auf den mangelnden Zustand der Intrastruktur in Nationalparks, der „Namibias Ruf als Reiseziel ernsthaften Schaden zufügen“ kann, führte die Vizeministerin aus.

In diesem Finanzjahr sind laut Jagger rund 9,2 Millionen N$ für die Entwicklung und Instandhaltung von Infrastruktur vorgesehen. „Damit wollen wir vor allem in unseren geschützten Gebieten aktiv werden und dort insbesondere Mensch-Tier-Konflikt und Wilderei mindern“, sagte Jagger. Vorgesehen seien hierzu zum einen das Aufstellen von Zäunen sowie zum anderen die Schaffung von Wasserstellen. Ebenso sollen die finanziellen Mittel genutzt werden, um „essenzielle Infrastruktur“ für den Tourismus bereitzustellen – sei es der Bau und Instandhaltung von Straßen und Schildern sowie von Abwassersystemen und Park-Eingangstoren. „Und wir werden in diesem Bereich nach zusätzlichen Finanzquellen suchen, um die genannten Maßnahmen ergreifen zu können“, erläuterte die Vizeministerin.

Darüber hinaus gab Jagger auch ein Resümee über die Errungenschaften im vergangenen Finanzjahr. Sie nannte dabei unter anderem die Etablierung zweier neuer Hegegebiete, die die Gesamtzahl damit auf 86 gebracht habe oder die Durchführung der Säuberungskampagne, die landesweit Menschen zum Mit- oder Nachmachen animiert habe. Darüber hinaus seien im Rahmen einer überarbeiteten Richtlinie zum Mensch-Tier-Konflikt mit entsprechenden Maßnahmen in den Regionen Erongo und Kunene begonnen worden.

Einen „Lerneffekt“ habe es durch das illegale Abholzen und Sandgewinnung im Norden gegeben. „Diese Vorkommnisse haben die Wichtigkeit einer nachhaltigen Umwelt und die Notwendigkeit, unsere Gemeinschaften von natürlichen Ressourcen profitieren zu lassen, ins Licht gerückt“, sagte Jagger.

Für das aktuelle Jahr sind für das Ministerium insgesamt 461,7 Millionen N$ vorgesehen (2016: 447,4 Mio.), die sich in 369,3 Millionen N$ als operatives Budget und 92,4 Millionen N$ für Entwicklungen aufteilen. Insgesamt sechs Programmpunkte werden damit laut Jagger verfolgt: Das Management von Wildtieren und geschützten Gebieten (195,4 Mio.), der Schutz und das Management von wertvollen Tierarten und natürlichem Lebensraum (25,2 Mio.), die Entwicklung von Tourismus (19,6 Mio.), der Schutz von natürlichen Ressourcen (32 Mio.), der Ausbau und die Instandhaltung von Infrastruktur (9,2 Mio.) und die Überwachung der Einhaltung von Richtlinien (88 Mio.).

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