07 Juni 2019 | Natur & Umwelt

Jährlich bis zu vier Grad wärmer

Klimawandel lässt Temperaturen steigen – Welt-Umwelttag schärft Bewusstsein

Windhoek/Karasburg (nic) – Namibia wird immer heißer – und zwar um ein bis 3,5 Grad im Sommer und ein bis vier Grad im Winter, wie die stellvertretende Ministerin für Umwelt und Tourismus, Bernadette Jagger, am Dienstag bei den Feierlichkeiten zum Welt-Umwelttag in Karasburg mitteilte. Dabei bezog sich Jagger auf den Zeitraum 2046 bis 2065 und führte damit die Auswirkungen des Klimawandels vor Augen. Diese können laut der Vizeministerin gerade in Ländern wie Namibia, in denen Landwirtschaft einen wichtigen Wirtschaftszweig darstellt, einen „katastrophalen Einfluss“ haben, weshalb dieser Welttag zum Anlass genutzt werden sollte, seinen eigenen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu hinterfragen.

Genau dies habe schon vor vielen Jahren Mahatma Gandhi getan, erläuterte die Repräsentantin der Vereinten Nationen in Namibia (UNDP), Alka Bhatia, und zitierte den bekannten Menschenrechtsaktivisten: „Wie wir mit den Wäldern unserer Welt umgehen ist ein Spiegelbild dessen, wie wir uns selbst und unsere Mitmenschen behandeln.“ Zu Ehren Gandhis, der genau an diesem Tag seinen 150. Geburtstag begangen hätte, startete zudem das indische Hochkommissariat in Namibia die Initiative „Gandhi in Action“, bei der insgesamt 150 Bäume an den Schulen in Karasburg gepflanzt werden sollen. Bhatia dankte der Botschaft für dieses Projekt, das auch in Einklang mit dem diesjährigen Motto des Welttages „Luftverschmutzung bekämpfen“ stehe.

„Die Verunreinigung der Luft ist etwas, was nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist, doch weltweit atmen neun von zehn Menschen täglich verschmutzte Luft ein“, erklärte die UNDP-Repräsentantin und ergänzte, dass dieser Tatsache jährlich sieben Millionen vorzeitige Todesfälle zugesprochen werden würden. „Deswegen möchte ich jeden einzelnen dazu aufrufen, etwas dagegen zu tun. Zum Beispiel den Fleisch- und Milchkonsum und damit den Methanausstoß zu reduzieren, oder Fahrgemeinschaften zu gründen, um den Verkehr zu mindern“, sagte Bhatia abschließend.

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