13 Februar 2020 | Afrika

Heuschreckenplage in Ostafrika

Nairobi (dpa) - Trotz großflächiger Bekämpfung der Heuschreckenplage in Ostafrika ist weiterhin die Nahrungsgrundlage von Millionen Menschen in Gefahr. Die Wüstenheuschrecken könnten in den kommenden Monaten Ernten in großem Ausmaß zerstören, warnte die Integrated Food Security Phase Classification (IPC) am Mittwoch. Sie wird unter anderem von der UN unterstützt und gibt eine global genutzte Klassifizierung für Nahrungsmittelunsicherheit. Rund 13 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia, Somalia, Uganda und Südsudan, die ohnehin zu wenig zu essen haben, seien bedroht, hieß es.

Seit Monaten überziehen Schwärme aus Millionen Wüstenheuschrecken Landstriche in Ostafrika. Ihre Vermehrung wurde durch den starken Regen in der Region in den vergangenen Monaten begünstigt. Viele Menschen in Ostafrika haben wegen Dürren, Konflikten und hohen Lebensmittelpreisen ohnehin nicht genug zu essen. Die wichtigste Pflanz- und Erntezeit in der Region steht nun kurz bevor. Sollten die Insekten dann noch großflächig unterwegs sein, könnten die Folgen nach Angaben von Experten verheerend sein.

In Gebieten, in denen die Heuschrecken Ernten bereits verminderten, leisteten Organisationen Nothilfe, teilte die Aktion Deutschland Hilft mit. Dem Bündnis gehören Organisationen wie World Vision an. In anderen Gebieten gehe es um die Vorsorge: „Angesichts herannahender Heuschreckenschwärme versuchen Betroffene mit Unterstützung von Helfern jetzt zu retten, was zu retten ist“, so Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand des Bündnisses.

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