11 August 2015 | Natur & Umwelt

Größtes Schutzgebiet Afrikas nötig

Von Dirk Heinrich, Okavango Kaum Wildtiere, die Entdeckung eines unbekannten Wasserfalls, Menschen die seit 40 Jahren keine anderen Personen mehr getroffen haben, das waren einige Erfahrungen in Angola. Kaum in Namibia zahlreiche Flusspferde, die an Menschen gewohnt waren, Krokodile, Rinder und Menschen am und im Fluss, später im Bwatwata-Nationalpark ungeahnte Mengen an Wildtieren und Vögeln im Fluss und an den Ufern, genau das Gegenteil nach über 1000 Kilometern auf dem Cuito in Angola. „Mussten wir uns in Angola fast täglich die Gefahren von Tret- und Landminen vor Augen halten, so ist es nun in Namibia und anschließend in Botswana die Gefahr von Flusspferden, Elefanten, Krokodilen und an Land beim Campen die Löwen”, sagte Götz Neef, der einzige Namibier in der 15-köpfigen Gruppe, die in Glasfiber-Mokoros vom Ursprung des Cuito bis ans Ende des Okavango-Deltas paddelt. Das Okavango-Wilderness-Projekt nahm im Jahr 2010 seinen Anfang, als das weltbekannte Okavango-Delta seine größte je bekannte Flut erlebte, nach anormalen Regenfällen in Angola und Namibia wenige Monate zuvor. „Das war der Beginn des Okavango Wilderness-Projekts, als wir die Okavango-Feuchtgebiet-Vogelzählung, ein neunjähriges Projekt starteten. Schon bald wurde uns klar, dass es nicht sinnvoll ist das Delta allein zu erforschen, sondern das gesamte Flusssystem von der Quelle bis zum Ende zu kennen, um das Delta zu erhalten”, sagte Dr. Steve Boyes, Gründer des Projekts und Expeditionsleiter. In Angola müsse sehr viel getan worden. Durch die Expedition seien die Behörden und der Gouverneur auf das gewaltige Potenzial aufmerksam geworden und „die Hilfsbereitschaft war enorm”. In Namibia werde der Okavango bereits teilweise nachhaltig genutzt und geschützt, aber es gebe noch viel zu tun, wie die derzeitigen Überlegungen der Wasserversorgung Windhoeks zeigen, wobei Wasser des Okavango genutzt werden soll (AZ berichtete). „Grenzüberschreitender Natur- und Umweltschutz zwischen Angola, Namibia und Botswana funktioniert nicht. Dies ist aber wichtig, um das Okavango-System zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. Dieses Projekt ist der Anfang, denn unsere gesamten Daten stehen jedem zur Verfügung. Letztendlich kann der Okavango vom Ursprung bis zum Ende des Deltas, dort wo das Wasser in der Kalahari versiegt, zum größten Natur- und Umweltschutzgebiet Afrikas werden, mit unerwarteten touristischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten” sagte Dr. Boyes. Er betonte, dass die Expedition bereits mehr Fragen als Antworten aufgeworfen habe. Die Bevölkerung und die Regierungen der drei betroffenen Länder müssen die Möglichkeiten erkennen, auch wenn diese in allen drei Ländern grundverschieden sind. “ Wir haben bestimmte Gebiete bestimmt, die besondere Aufmerksamkeit verlangen und auf die sich konzentriert werden muss”, sagte der Projektleiter. Gestern sollte die Gruppe auf ihren Mokoros die Grenze zwischen Namibia und Botswana überqueren, nachdem sie Namibia vor acht Tagen an der Stelle erreicht hatten, wo der Cuito in den Okavango zwischen Rundu und Divundu mündet (AZ berichtete). Weitere Informationen über die Expedition an der ein Namibier, eine Angolanerin, fünf Südafrikaner, fünf Botswaner, ein Brite und vier US-Amerikaner teilnehmen und die von National Geographic finanziert wird, unter: intotheokavango.org oder auf twitter @intotheokavango#okavango 15 and live on.

Gleiche Nachricht

 

Löwen-Konflikt eskaliert

vor 7 stunden | Natur & Umwelt

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/WindhoekMehrere Wüstenlöwen im Nordwesten und Westen Namibias befinden sich in schlechtem Zustand und sind abgemagert - das ist ein „natürliches Phänomen“, teilte...

Abgemagerte Löwin erlöst

vor 1 tag - 22 April 2021 | Natur & Umwelt

Swakopmund/Windhoek (er/ste) • Die elf Jahre alte Wüstenlöwin XPL120 wurde am Wochenende von Beamten des Umweltministeriums getötet, nachdem sie abgemagert und erschöpft neben einem Kral...

MEFT-Zahlen sind nicht belegt

vor 3 tagen - 20 April 2021 | Natur & Umwelt

Von Frank SteffenWindhoek Die Analysten der Firma Haywood Securities bevorzugen laut eigener Angabe ein bewährtes Management in jungen Unternehmen, das mit „frischen Ideen mit dem...

Fälle der Wilderei 2020 deutlich gesunken

1 woche her - 14 April 2021 | Natur & Umwelt

In Namibia sind die Anzahl Fälle der Wilderei im Jahr 2020 im Gegensatz zum Vorjahr deutlich zurückgegangen - besonders die Anzahl Fälle mit hochwertigen Arten,...

Coronakrise bremst Nashorn-Wilderei

1 woche her - 14 April 2021 | Natur & Umwelt

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/WindhoekDerweil viele Länder angesichts der Coronakrise einen starken Anstieg bei der Wildtierkriminalität gemeldet haben, wurde in Namibia das Gegenteil verzeichnet. „Im Jahr...

Nichtregulierter Sand- und Kiesabbau führt zu Parlamentsdebatte

1 woche her - 12 April 2021 | Natur & Umwelt

Trotz der geäußerten Besorgnis seitens der Einwohner der Epale-Niederlassung im Norden Namibias, hatte der zuständige Umweltkommissar des Ministeriums für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus (MEFT) auf...

Frist für Einwände verlängert

1 woche her - 12 April 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek (ste) - Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus (MEFT), hat die kanadische Gas- und Ölexplorationsgesellschaft ReconAfrica „die Umweltverträglichkeitsprüfung, den Entwurf...

Umweltministerium führt neue Parkgebühren ein

1 woche her - 12 April 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek (sb) - Das Umweltministerium hat neue Parkeintritts- und Naturschutzgebühren für Besucher aller namibischen Nationalparks eingeführt. Das gab das Ministerium am Donnerstag schriftlich bekannt. Die...

Ballonfahrt über Sesriem

vor 2 wochen - 09 April 2021 | Natur & Umwelt

Ein einmaliger Anblick und „ein unvergessliches Erlebnis“ - so bezeichnete Namib Sky Balloon Safaris diese Aufnahme. Es zeigt einen Heißluftballon, der über den mit Wasser...

SOUL: Elefanten in Gefahr

vor 2 wochen - 09 April 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek (ste) - „Wenn die Aktivitäten fortgesetzt werden, sind die Elefanten der Region einer neuen Bedrohung ausgesetzt.“ Die Aktivistenorganisation SOUL (Save Okavango’s Unique Life),...