07 Juni 2021 | Politik

Gestärkte Zusammenarbeit

Neues Projekt eingeführt - Demokratische Beteiligung gefördert

Interessenvertreter treffen sich im Rahmen eines neuen Programms zu Stärkung der Zusammenarbeit zwischen dem Parlament, zivilgesellschaftlichen Organisationen und anderen Regierungsstellen. Im Fokus steht die verbesserte Umsetzung öffentlicher Richtlinien.

Von Augetto Graig und Steffi Balzar, Windhoek

Das namibische Parlament veranstaltete am vergangenen Mittwoch eine Zusammenkunft für Interessensvertreter im Rahmen des EPDN-Programms (Enhancing Participatory Democracy in Namibia). Das Projekt, das bereits im Juli 2020 implementiert wurde, zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen dem Parlament, zivilgesellschaftlichen Organisationen und anderen Regierungsstellen bei der Umsetzung öffentlicher Richtlinien und Programmen zu stärken. Die Europäische Union (EU) wird für die Umsetzung des Projekts, die auf einen Zeitraum von fünf Jahren festgelegt wurde, circa sechs Millionen Euro (knapp 100 Millionen Namibia-Dollar) bereitstellen. Das gab die EU-Botschafterin in Namibia, Sinikka Antila, anlässlich des Treffens bekannt.

Von den Mitteln sollen unter anderem zahlreiche Nichtregierungsorganisationen unterstützt werden, darunter auch der Regain Trust im Bereich der Stärkung von Bildung, der Development Workshop Namibia, zur Förderung sanitärer Einrichtungen in informellen Siedlungen und die Hanns-Seidel-Stiftung, die sich gemeinsam mit der Stiftung für Wüstenforschung/Desert Research Foundation of Namibia (DRFN) für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung einsetzt. Auch der Integrated Rural Development and Nature Conservation Trust (IRDNCT) und der Namibia Development Trust (NDT), die Naturschutzgebiete unterstützen, sowie die Namibia Nature Foundation, die gemeindebasierte natürliche Ressourcen verwaltet, sollen bedacht werden.

Der Lenkungsausschuss des Programms besteht aus Mitgliedern der Ministerien für Bildung, Hochschulbildung sowie Städtische und Ländliche Entwicklung, Mitgliedern der Nationalversammlung und des Nationalrats, einem Vertreter der Nationalen Planungskommission als Vorsitzenden und drei Mitgliedern von Nichtregierungsorganisationen. „Ich hoffe, dass das Programm dazu beiträgt, künftige Verbindungen mit dem Parlament sinnvoller zu gestalten. Wir alle müssen unser gegenseitiges Misstrauen loslassen und die neue Möglichkeit der Zusammenarbeit annehmen. Es gibt so viel, was wir gemeinsam erreichen können“, sagte Graham Hopwood vom Institut für Öffentliche Politforschung (Institute for Public Policy Research, IPPR), der ebenfalls Mitglied des neuen Lenkungsausschusses ist.

Getinet Gadena, der Teamleiter des dreiköpfigen Teams für technische Unterstützung gab indessen an, dass die Experten systematische, regelmäßige und institutionelle Diskussionen anstreben würden, um den Raum für eine stärkere Zusammenarbeit zu schaffen.

Gleiche Nachricht

 

Rukoro-Nachfolge momentan zweitrangig

vor 17 stunden | Politik

Windhoek (ste) • Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das Volk der OvaHerero momentan eine Krisensituation bewältigen müsse, hat die Kommunalverwaltung der Herero-Bevölkerung nach dem Ableben...

Samherji entschuldigt sich

vor 17 stunden | Politik

Von Katharina Moser, WindhoekDie isländische Fischereigesellschaft Samherji, die in Namibia in die Korruptionsaffäre um den Fishrot-Skandal involviert war, hat die Schlüsselergebnisse eines Untersuchungsberichts in der...

Sambias Ex-Präsident Kaunda gestorben

vor 2 tagen - 22 Juni 2021 | Politik

Nicht unumstritten, aber zweifelsohne eine der Größen in der afrikanischen Politik – mit 97 Jahren ist der ehemalige sambische Präsident Kenneth Kaunda gestorben. Mit ihm...

Sambesi-Bewohner unsicher an der botswanischen Grenze

vor 2 tagen - 22 Juni 2021 | Politik

Windhoek (Nampa/km) - Nach Angaben des Regionalgouverneurs von Sambesi, Lawrence Sampofu, sind die Bewohner der Region voller Angst, sich in die Nähe des Chobe-Flusses zu...

Kandjoze und Ua-Ndjarakana über Genozid-Deal

vor 6 tagen - 18 Juni 2021 | Politik

Windhoek (Nampa/ste) • Der Direktor der Nationalen Planungskommission von Namibia, Obeth Kandjoze, hielt während eines Interviews auf dem NBC-Radiosender Omurari FM die Zeit für gekommen,...

USA sehen nach Genfer Gipfel Bewegung im Verhältnis zu...

1 woche her - 17 Juni 2021 | Politik

Genf (dpa) - Nach dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Joe Biden und Russlands Staatschef Wladimir Putin stellt die Regierung in Washington keine schnellen Fortschritte in der...

Kazenambo zieht weiter über deutsche Farmer her

1 woche her - 17 Juni 2021 | Politik

Windhoek (km) • Der Swapo-Politiker und ehemalige Parlamentarier Kazenambo Kazenambo hat sich erneut kritisch gegenüber den deutschsprachigen Namibiern geäußert, aber Vorwürfe zurückgewiesen, einen Bürgerkrieg zu...

Einreise wird verweigert

1 woche her - 16 Juni 2021 | Politik

Windhoek (cr) - Das US-Außenministerium gab gestern bekannt, dass die ehemaligen namibischen Minister Bernhardt Esau und Sacky Shanghala aufgrund ihrer angeblichen Verwicklung in erhebliche Korruption...

Flaggenmarsch in Jerusalem schürt Sorge vor erneuter Eskalation

1 woche her - 15 Juni 2021 | Politik

Jerusalem (dpa) - Israel bereitet sich mit einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften auf einen geplanten Flaggenmarsch von rund 5000 Nationalisten in der Jerusalemer Altstadt vor....

Biden bei Gipfel mit EU-Spitzen: Europa ist «natürlicher Partner»

1 woche her - 15 Juni 2021 | Politik

Brüssel (dpa) - US-Präsident Joe Biden hat bei seinem Gipfel mit den EU-Spitzen die Verbundenheit der Vereinigten Staaten mit Europa unterstrichen. "Europa ist unser natürlicher...