29 Februar 2016 | Wirtschaft

Fischerei verzeichnet Rekorde

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Walvis Bay Dank des geschwächten Rand/Namibia-Dollar, des niedrigen Rohöl- bzw. Dieselpreises und der guten Preisen auf verschieden Weltmärkten hat die namibische Fischereiindustrie im vergangenen Jahr Rekordeinnahmen generiert. Das sagte Fischereiminister Bernhard Esau am vergangenen Freitag in Walvis Bay während seiner diesjährigen Ansprache an die Industrie. Etwa 450 Personen haben ihm anderthalb Stunden lang aufmerksam zugehört. „Insgesamt wurden in 2015/16 Einnahmen in Höhe von zehn Mrd. N$ durch den Fischexport gemacht, was im Gegensatz zum Vorjahr sieben Mrd. N$ war“, sagte der Minister. Er zeigte sich darüber erfreut, da er die zulässige Gesamtfangmenge (TAC) für alle Fischsorten von 605450 Tonnen 2014/15 auf 528696 Tonnen im Folgejahr 2015/16 reduziert habe. „Laut vorläufigen Berechnungen wurden bis Februar 2016 insgesamt 462129 Tonnen gefangen“, sagte er. Der Minister sprach sich auch positiv aus, dass die für Namibia wirtschaftlich wichtigsten Fischbestände „gesund“ seien. „Es gibt aber den Bedarf, die Bestände weiterhin aufzubauen, damit ein optimaler Beitrag zur Wirtschaft geleistet werden kann“, sagte er dazu. Zum ersten Mal nannte der Minister allerdings keine konkreten bewilligten Fangquoten für das neue Jahr. Dies begründete er damit, dass die Untersuchung der vorhandenen Biomasse noch andauere. Um die Biomasse des Kapseehechts sowie der Bastardmakrele zu bestimmen, sei zum ersten Mal das neue Forschungsschiff „Mirabilis“ im Einsatz, verriert er. Derweil Esau sich über die genannten Bestände erfreut zeigte, war er über die Tunfisch- und Sardinen-Fischerei besorgt. Derweil die Tunfischfang gänzlich zusammengebrochen sei, sei der Sardinen-Bestand noch immer sehr unstabil. „Das Ministerium wird weiterhin einen vorbeugenden Ansatz bei der Sardinen-Fischerei verfolgen. Wir werden einen Managementplan aufstellen, damit sich der Bestand wieder erholt“, so Esau. Als besorgniserregend beschrieb der Minister die Fänge des südlichen Weißen Tunfisches sowie des Schwertfisches. Namibia habe seit Jahren nicht mehr die internationale ICCAT-Quote erreichen können, und die Tunfisch-Fänge seien von 4392 Tonnen vor wenigen Jahren auf weniger als 900 Tonnen zurückgegangen. „Gab es damals 34 Trawler in dieser Fischerei sind es jetzt nur noch neun“, sagte er. Als mögliche Ursache dafür nannte er die erhöhte Anzahl seismischer Aktivitäten in den vergangenen Jahren, dies wolle das Ministerium nun untersuchen. In seiner Rede ging der Minister auf sämtliche Aspekte in seinem Bereich ein. Dabei hob er auch das umstrittene jährliche Robbenschlagen hervor und sagte: „Namibia wird diese Ressource im Gesetzesrahmen weiterhin verantwortlich ernten.“

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