30 Juli 2021 | Lokales

Familiengeschichten aus ganz Afrika

„Familys matter“: Eine Ausstellung zum Einstecken und Mitnehmen

Während Museen ihre Türen geschlossen halten, wird jetzt im Handtaschenformat Kunst genossen. In der Ausstellung „Familys matter“ schreibt das Leben die Geschichten – einfach online einloggen, PDF-Datei ausdrucken und afrikanische Familien per Foto und Botschaft kennenlernen.

Von Nina Victoria Ebner

Windhoek

Wie leben Familien in afrikanischen Ländern zusammen? Welche Religionen haben sie? Wer kümmert sich um wen? Wer hat das Sagen, wenn es ernst wird? Und welche Traditionen werden in Burkina Faso hochgehalten, spielen in Angola aber keine Rolle? Fragen über Fragen, welchen sich die neue Ausstellung „Familys matter“ annimmt. Das Goethe Institut hat sich daran gemacht, über seine sieben Zweigstellen in Angola, Burkina Faso, DRC, Kenia, Namibia, Ruanda und Südafrika, Materialsammlungen über Alltägliches von Familien in den jeweiligen Ländern per Foto, Video, Audioaufnahme und Text in Auftrag zu geben. Das entstandene Material hat anschließend die StartArt Gallery in Windhoek übernommen und durch geschicktes Kuratieren ein zusammenhängendes Projekt entwickelt. Das Besondere liegt nicht nur im Entdecken einzelner Familien und ihrer Geschichten, sondern im Format der Ausstellung, die sich als „Take Away Exhibition“ versteht. Wie das System der wirklich funktionieren soll, wurde am Mittwochabend in der offiziellen Ausstellungseröffnung via Zoom erklärt.

Die Kuratorinnen und Gründerinnen Helen Harris und Gina Figueira der StartArt Gallery haben mehrere Möglichkeiten offengelassen, mit der Ausstellung umzugehen. Variante 1: Man ruft das Material rein über die Homepage des Goethe Instituts in Namibia ab, klickt sich frei durch die Plattform und lässt sich von programmierten weiteren Verlinkungen lenken. Variante 2: Man druckt über den Online-Zugang ein dreiseitiges PDF-Dokument mit Bildern, Geschichten und Zitaten aus, um es folglich nach einer extra angefertigten Faltanleitung zu einem Flyer in Handtaschenformat zu basteln. So entsteht durch ein paar Handgriffe die sogenannte Pocket Exhibition (Taschen-Ausstellung). Auf diesem analogen Dokument finden sich wiederum QR-Codes, die gescannt werden sollen und zu ausgewählten Bereichen der Online-Aufbereitung führen. Hier kommt es also zur Verschränkung von digitaler und analoger Kulturvermittlung.

Gina Figueira machte mit ihren einführenden Worten zu „Family matters“ klar, dass die StartArt Gallery mit der speziellen Aufmachung die Möglichkeiten ausloten wollte, wie Kunst gerade während der Corona-Restriktionen vermittelt werden kann, wie man Menschen erreichen kann. Dass sich das Projekt zu großen Teilen im Internet wiederfindet, sieht sie als Kuratorin keinesfalls als Nachteil. Im Gegenteil, der Online-Raum bietet der Fülle an Material erst den notwendigen Platz sowie die Möglichkeit, unterschiedliche Medienformate gleichwertig zu integrieren.

Mit der Taschen-Ausstellung ist es jedem Interessierten möglich, sein Ausstellungserlebnis selbst zu steuern, jeder Einzelne entscheidet für sich selbst, in welcher Reihenfolge, welche Videos wann abgerufen, oder welche Texte in welcher Anordnung gelesen werden. Wer allerdings der Druckversion Seite für Seite folgt, macht den „Rundgang“ durch die Ausstellung nach Plan der beiden Kuratorinnen mit.

Gleiche Nachricht

 

Drei neue öffentliche Parks in Swakopmund

vor 18 stunden | Lokales

Swakopmund (er) - Swakopmund hat drei neue Spielplätze - sie befinden sich in dem Stadtteil Matutura und wurden vor kurzem offiziell eingeweiht. „Damit bieten wir...

Großzügige Spende für Kinder im Schülerheim

vor 18 stunden | Lokales

Nach Abschluss eines erfolgreichen Rinderprojektes, hat Piet Schrader von Blaauwberg Auctioneers, eine Spende von N$120 000 an das Private Deutsche Schülerheim Otjiwarongo überreicht. Die Schule...

Spenden aus Bassum für namibische Suppenküchen

vor 18 stunden | Lokales

Windhoek (led) - Eigentlich reist Werner Pußack aus Bassum nahe der deutschen Stadt Bremen nach Namibia, um Touristen durch das Land zu führen. Seit 2018...

Das Recht auf eine gesicherte Wasserversorgung

vor 18 stunden | Lokales

Mitte dieses Jahres wurde der gemeinnützige Verein Common Waters gegründet, dessen Ziel es ist, in den kommenden Jahren die Wasserversorgung der Nama-Gemeinschaften im Nama-Homeland zu...

Dololo kürt den ersten digitalen Champion Namibias

vor 18 stunden | Lokales

Windhoek (cr) - In der vergangenen Woche veranstaltete Dololo DoBox die ersten „2021 Windhoek Digilympics“ - einen Wettbewerb, bei dem 20 digitale Athleten ihre digitalen...

554 schwangere Schülerinnen in Kavango West

vor 1 tag - 14 Oktober 2021 | Lokales

Rundu/Windhoek (kk/cr) - In der Kavango-West-Region sind im vergangenen Jahr 554 Schülerinnen schwanger geworden, darunter ein 12-jähriges Mädchen.Der Regionalrat führte die hohe Zahl schwangerer Schülerinnen...

European Film Festival erfolgreich gestartet

vor 1 tag - 14 Oktober 2021 | Lokales

Windhoek (led) - Mit dem kroatischen Film „The Constitution“ von Regisseur Rajko Grlic ist vergangene Woche das European Film Festival in Windhoek gestartet. Bei Popcorn...

Gerichtsverfahren für Februar angesetzt

vor 2 tagen - 13 Oktober 2021 | Lokales

Rundu/Windhoek (kk/cr) - Ein Gerichtsverfahren, in dem einige Mitglieder des Hambukushu-Stammes die Regierung zwingen wollen, die Anerkennung von Häuptling Erwin Munika Mbambo als Oberhaupt der...

Eine Partnerschaft für den Naturschutz

vor 2 tagen - 13 Oktober 2021 | Lokales

Windhoek (cr) • Namib Mills hat der Naankuse Foundation von Oktober 2020 bis September 2021 monatlich Tonnen von Nudeln, Reis, Maismehl und anderen energiereichen Lebensmitteln...

Streit um Minenarbeiter entbrannt

vor 3 tagen - 12 Oktober 2021 | Lokales

Von Katharina Moser, WindhoekDie Situation der Kleinminenarbeiter, die vor allem in der Erongo-Region unter lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen nach Halbedelsteinen graben, bietet viel Zündstoff. Touristen kennen die...