04 August 2021 | Gesundheit

„Es gibt keinen Grund zur Panik“

Händler sind für Verzögerungen bei Impfstoff-Lieferungen verantwortlich

Namibier, deren Termin für eine zweite AstraZeneca-Impfdosis überfällig ist, sollen nicht in Panik geraten - die Spritze ist auch mit Verzögerung wirksam. Indes liegt noch kein Rechenschaftsbericht vor, was die Regierung mit einem Konjunkturpaket in Höhe von 8,1 Mrd. N$ tatsächlich gemacht hat.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund/Windhoek

Mindestens 70 000 Namibier warten in Spannung auf die zweite Dosis des Impfstoffs AstraZeneca, nachdem der namibische Vorrat bereits seit Wochen erschöpft ist. Es gibt aber keinen Grund zur Panik, sagte Ben Nangombe, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, jetzt unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Nampa. „Für die meisten Namibier, die ihre erste Dosis bekommen haben, ist die Wartezeit für die zweite Spritze schon länger angebrochen“, sagte er. Nangombe versichert aber, dass die zweite Dosis um bis zu sechs Wochen aufgeschoben werden könne. Dies hätten Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) belegt.

Namibias Impfstoffvorrat hat sich bereits Anfang Juli dem Ende zugeneigt und Impfzentren wurden seit Wochen ermutigt, lediglich der ersten Dosis Priorität einzuräumen. Ursprünglich sollte Namibia zu Beginn des Monats Juli eine weitere Sendung AstraZeneca von der COVAX-Einrichtung bekommen. Laut Nangombe wurde dieser Termin inzwischen auf „irgendwann im August” verschoben. „Wir haben bereits für den Impfstoff bezahlt und unseren Teil getan, aber die Händler verzögern das Verfahren. Wir arbeiten Tag und Nacht daran, dass alle Personen, deren zweite Impfdosis aussteht, so schnell wie möglich geimpft werden“, erklärte er.

Namibia wartet aktuell auf 40 800 Dosen AstraZeneca von der COVAX-Einrichtung. Zusätzlich werden 75 000 von den Niederlanden gespendete AstraZeneca-Impfdosen erwartet. Darüber hinaus sollen bald über 600 000 Dosen des Impfstoffs Johnson & Johnson eintreffen, derweil die Regierung mit anderen Lieferanten, darunter auch Russland (Sputnik), über Impfstoffe verhandelt.

Indes sind jetzt 400 000 Ampullen des Medikaments Dexamethason gelandet, die von UNICEF gespendet wurden. Dexamethason ist ein sogenannter Glucocorticoid (Kortison) und wird von der WHO zur Behandlung von COVID-19-Patienten empfohlen. „Dexamethason wird in staatlichen und privaten Krankenhäusern eingesetzt“, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Spende von UNICEF wird auf knapp 150 000 US-Dollar (rund 2,2 Mio. N$) beziffert.

Um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu dämpfen, hatte die Regierung im vergangenen Jahr ein Konjunkturpaket in Höhe von 8,1 Mrd. Namibia angekündigt. Wo das Geld aber angewandt wurde, ist nicht bekannt. Es liegt dafür kein Rechenschaftsbericht vor. Das gleiche gilt für die eingegangenen Spenden im Kampf gegen die Pandemie. Das sagte Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila. Sie versicherte allerdings, dass an einem Bericht gearbeitet werde und „jeder Cent verrechnet wird“.

Wirtschaftsexperten behaupten, dass die Regierung nicht wie angekündigt 8,1 Mrd. N$ in die lokale Wirtschaft gesteckt habe. „Es gab nie einen Konjunkturpaket in dieser Höhe. Einfache Arithmetik zeigt, dass das effektive Paket etwa 2,3 Mrd. Dollar betrug“, sagte der Ökonom Omu Kakujaha-Matundu.

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