06 Oktober 2017 | Politik

Einheitsfeier im Zeichen von Freundschaft und Hilfe

„Einigkeit und Recht und Freiheit“ - so erklang es aus den Kehlen des Chores Vivid Voices aus Hannover am Mittwochabend im Garten der Residenz des deutschen Botschafters in Windhoek. Der Diplomat feierte mit rund 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den Tag der deutschen Einheit.

Unter einem teils bewölkten Himmel sprach Botschafter Christian Schlaga mit Verweis auf die Regentropfen im Laufe des Tages von einem „guten Start für diesen Tag“. Er erinnerte an das besondere Jahr 1990, in dem Deutschland die Wiedervereinigung und Namibia die Unabhängigkeit begangen haben. In beiden Ländern habe es Menschen gegeben, „die für die Freiheit gekämpft haben“, sagte er.

Schlaga sprach von „wachsender Intensität der bilateralen Beziehungen“ nach diesem historischen Jahr. Bis heute. So erinnerte er daran, dass erst im vergangenen Monat auf dem Campus der Unviersität Namibias (UNAM) in Ongwediva ein neu gebautes Lehrgebäude eingeweiht worden ist, das den Namen „German Wing“ (Deutscher Flügel) trägt und die bestehende Fakultät für Ingenieurwesen und Informationstechnologie beherbergt. Deutschland hat den Bau und die Ausstattung mit sechs Millionen Euro (ca. 90 Mio. N$) unterstützt.

Außerdem erwähnte Schlaga die vor wenigen Tagen abgeschlossenen bilateralen Verhandlungen über die Entwicklungszusammenarbeit, aus der Namibia von Deutschland 133,5 Millionen Euro für den aktuellen, zweijährigen Förderzeitraum erhält (AZ berichtete).

Nach „Möglichkeiten der Kooperation“ suche die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, die sich beim Empfang kurz vorstellte. Dazu habe sie Präsidenten und Vizepräsidenten von rund 40 Universitäten dieses Bundeslandes dabei. Dieser hochrangige akademische Besuch sei ein „lebendiger Beweis für die vielseitigen bilateralen Beziehungen zwischen unseren zwei Ländern“, sagte Peya Mushelenga, Vizeminister für internationale Beziehungen und Kooperation. Er ließ nicht unerwähnt, dass es nach der deutschen Wiedervereinigung „ein neues Rahmenwerk der bilateralen Beziehungen“ gegeben habe.

Für die Hymnen und andere Musikstücke sorgte an diesem Abend der Chor Vivid Voices von der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Unter Leitung von Claudia Burghard sind 37 Studenten just am Mittwoch in Namibia angekommen und standen am Abend auf der Gartenbühne des Botschafters. Die Konzertreise des Ensembles beinhaltet Auftritte in der NG-Kirche in Windhoek-Pionierspark (6.10., 19 Uhr), im Konservatorium COTA (7.10., 19 Uhr), in der Christuskirche (8.10., 10 Uhr), in Omaruru (10.10., 18 Uhr) sowie an der Namib-Grundschule Swakopmund (13.10., 18 Uhr).

Stefan Fischer

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