23 April 2019 | Wirtschaft

Chinas Wort gilt weiterhin

Darlehens-Angebot in Höhe von zehn Milliarden N$ steht

Im Rahmen der Initiative „Neue Seidenstraße“ hat China Namibia einen Kredit in Höhe von zehn Milliarden Namibia-Dollar zu einem geringen Zinssatz angeboten. Laut der chinesischen Regierung gibt es dabei viele Gründe, dieses Angebot anzunehmen.

Von Ogone Tlhage & Nina Cerezo, Windhoek

Die Initiative „Neue Seidenstraße“ (Belt and Road Initiative, BRI) genießt laut dem Geschäftsträger der chinesischen Botschaft in Windhoek, Yang Jun, Ansehen aus der ganzen Welt. 2013 von dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ins Leben gerufen, haben laut Jun mittlerweile mehr als 100 Länder eine Absichtserklärung mit China unterschrieben, um im Rahmen von BRI mit dem asiatischen Land zu kooperieren.

So habe auch Namibia im vergangenen September auf dem Gipfeltreffen zur China-Afrika-Zusammenarbeit (FOCAC) in Peking, China, eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Und das Angebot ist laut dem Diplomat „sehr attraktiv“, denn Namibia könne durch die chinesische Finanzierung infrastrukturelle Aufbauhilfe beanspruchen sowie Arbeitsplätze schaffen und technischen Fortschritt erlangen, erläuterte Jun auf schriftliche Nachfrage des NMH-Verlags. Explizit nannte er dabei Projekte wie den Bau der Husab-Uranmine oder den Ausbau des Walvis Bayer Hafens, die in ähnlicher Weise durch Chinas Wohlwollen zustande gekommen seien.

Der Kredit habe dabei einen „sehr viel geringeren“ Zinssatz als bei Darlehen von Entwicklungs-Institutionen wie beispielsweise der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB). „Unser Zinssatz liegt bei zwei Prozent, während institutionelle Banken normalerweise zwischen 7,7 und 10 Prozent verlangen“, erläuterte Jun. Der Kredit sei zudem „niemals an irgendwelche politischen Voraussetzungen geknüpft“, sagte der Botschafts-Mitarbeiter weiter. Daher ermutige China Namibia, das Angebot anzunehmen. „Die beiden Länder haben vielversprechende Perspektiven für den Ausbau ihrer Kooperation“, so Jun, demzufolge China seit dem FOCAC-Gipfel 2015 in Johannesburg, Südafrika, mehr als 20 Projekte in Namibia unterstützt habe. Dadurch seien mehr als 11000 Arbeitsplätze entstanden sowie chinesische Firmen Steuergelder von mehr als 250 Millionen N$ entrichtet hätten.

Ob Namibia das Angebot in Betracht zieht oder sogar bereits zugesagt hat, ist derzeit noch unklar. So blieb eine entsprechende Nachfrage bei Finanzminister Calle Schlettwein unbeantwortet. „Und wir können nicht im Auftrag der namibischen Regierung sprechen“, sagte Jun, der jedoch die Behauptung, Namibia habe das Darlehen bereits angenommen, dementierte. Gegenüber weiteren Medien hatte Schlettwein vergangenes Jahr allerdings bekanntgegeben, „diesen Finanzierungsvorschlag in die Schuldenstrategie“ aufgenommen zu haben. Jedoch müsse jedes Projekt vom Kabinett geprüft und gutgeheißen werden, bevor die Regierung eine solche Vereinbarung eingehe.

Gleiche Nachricht

 

Inflation verliert an Fahrt

vor 2 tagen - 18 Juni 2019 | Wirtschaft

Von Clemens von Alten, WindhoekWährend die jährliche Inflationsrate im April noch bei 4,5 Prozent lag, betrug sie im Folgemonat Mai nur noch 4,1 Prozent, ist...

Kunene-Farmer erhalten Agrarfelder

vor 3 tagen - 17 Juni 2019 | Landwirtschaft

Windhoek/Warmquelle (nic) – Als Maßnahme gegen die Ausmaße des Klimawandels und als Zeichen der Dürrehilfe wurde am Freitag ein landwirtschaftliches Förderprojekt in der Kunene-Region eingeweiht....

Vanadium-Förderung bei Langer Heinrich untersucht

1 woche her - 13 Juni 2019 | Wirtschaft

Bei der auf Eis gelegten Langer-Heinrich-Uranmine (Foto) in der Erongo-Region finden zurzeit Bohrungen und weitere Untersuchungen statt – denn es besteht eine mögliche Wiederinbetriebnahme. Als...

Minenentwicklung erfreut Mutjavikua

1 woche her - 13 Juni 2019 | Wirtschaft

Von Erwin Leuschner, Swakopmund Der Gouverneur der zentralen Küstenregion äußerte sich über sämtliche Entwicklungen während seiner kürzlich gehaltenen Rede zur Lage der Region (SORA). Bei...

Jobverluste dauern an

1 woche her - 12 Juni 2019 | Wirtschaft

Windhoek (Nampa/ms) • Im Finanzjahr 2017/18 wurden in Namibia 36822 Arbeitsverträge aufgelöst. Das geht aus dem jüngsten Bericht der Kommission zur Gleichstellung am Arbeitsplatz (EEC)...

Dem freien Handel etwas näher

1 woche her - 10 Juni 2019 | Wirtschaft

Von Clemens von Alten, WindhoekVier Jahre nachdem die Vision dieser Freihandelszone in Angriff genommen wurde, haben die Zollunion des Südlichen Afrikas (SACU) und die Ostafrikanische...

Dürre strapaziert Haushalt

1 woche her - 07 Juni 2019 | Landwirtschaft

Von Marc SpringerWindhoekObwohl sie keinen direkten Spendenappell formulierte, hinterließ Außenministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah dennoch den Eindruck einer Bittstellerin, als sie gestern gegenüber zahlreichen Botschaftern das Ausmaß...

Engen unterstützt Dürrefonds

vor 2 wochen - 05 Juni 2019 | Landwirtschaft

Windhoek (nic) – Der Treibstoffhändler Engen wird bis zum 31. August 2019 pro Liter verkauften Benzin fünf Cent an den Dare-to-Care-Dürrefonds spenden. Dies gab der...

Export-Fleisch auch für Namibier

vor 2 wochen - 04 Juni 2019 | Landwirtschaft

Windhoek (cev) – Seit Monatsbeginn können Namibier Fleisch im hiesigen Handel erwerben, das aus dem Hause Meatco stammt und in der Regel nur für den...

Rumpf in Meatco-Vorstand bestellt

vor 2 wochen - 03 Juni 2019 | Landwirtschaft

Windhoek (nic) – Kay-Dieter Rumpf ist vom Landwirtschaftsminister Alpheus !Naruseb zum Direktor und Interessensvertreter der kommerziellen Farmer in den Meatco-Aufsichtsrat berufen worden. Dies teilte der...