15 Juli 2021 | Landwirtschaft

Blaubeerernte: hohe Erwartungen

Steigendes Wachstum soll zukünftig mehr Arbeitsstellen schaffen

Die erste lokale Blaubeerernte sorgte im vergangenen Jahr in Namibia für Aufsehen. In diesem Jahr erwartet das Unternehmen, das die entsprechende Plantage im Norden des Landes betreibt, eine Verdreifachung der Ernte. Dieses Wachstum soll zukünftig auch mehr Arbeitsmöglichkeiten schaffen.

Von Elvira Hattingh und Steffi Balzar, Windhoek

Das Unternehmen Mashare Berries Farming erwartet eigenen Aussagen zufolge, dass seine aktuelle Blaubeerenernte dreimal so hoch ausfallen wird, wie im Vorjahr. Demnach sei man zuversichtlich, dass zwischen 400 und 450 Tonnen Blaubeeren auf einer Anbaufläche von 20 Hektar geerntet werden könnten, während bis September weitere 40 Hektar bepflanzt werden sollen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen circa 165 Tonnen der Früchte geerntet (AZ berichtete). Die Blaubeerenplantage liegt zwischen den Siedlungen Mashare und Mupapama am Kavango-Fluss rund 50 Kilometer östlich von Rundu.

Henriette Le Grange, die für den Vertrieb und das Marketing des Unternehmens zuständig ist, gab an, dass man Südafrika um etwa zwei bis drei Wochen voraus sei, da man bereits Ende Mai mit der Ernte begonnen habe, wodurch sich auf den Exportmärkten ein deutlicher Vorteil ergebe. Mashare Berries Farming exportiere seine Blaubeeren hauptsächlich nach Europa, wobei das Unternehmen derzeit auch neue Märkte erkunde. Einige der Beeren seien zudem bereits in lokalen Supermärkten zu finden. „Wir wollen wirklich versuchen, unsere lokalen Märkte ebenfalls miteinzubeziehen.“ Diese seien jedoch sehr klein, weshalb das Hauptaugenmerk immer noch auf Exporten läge, die 99 Prozent der Abnahme ausmachen würden.

Inzwischen habe sich der Anbau so weit entwickelt, dass eine Sortieranlage für die Beeren angeschafft wurde, die jede Frucht bis zu 40-mal scannen kann, unter anderem auf Größe und Reifegrad. Danach würden die Beeren entsprechend sortiert. Da die Anzahl der zu erntenden Beeren bislang weitaus geringer gewesen sei, wurde dies bisher von Hand gemacht. Ferner sei die Fima auch dabei, ein Lager in Windhoek für die Endverpackung den Vertrieb der Früchte einzurichten. Le Grange zufolge bieten der Ausbau und das Wachstum des Unternehmens auch hervorragende Möglichkeiten für die Schaffung von Arbeitsplätzen. So soll Erwartungen nach bei voller Produktion schlussendlich zwischen 400 und 600 Mitarbeiter jährlich beschäftigt werden können.

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