08 Mai 2013 | Kommentar

Ausgewogenheit gesucht

Eberhard Hofmann Als „kleines“ Land unterhält Namibia eine ungeheure, aber zugleich chancenreiche Vielfalt an Handels- und Auslandsbeziehungen. Neben Südafrika sind es Beziehungen zum europäischen Kontinent ehemaliger Kolonialmächte. Zum Anderen wächst der Austausch mit dem emsigen Partner China sprunghaft. Dabei hat die Regierung darauf zu achten, dass aus den Beziehungen keine neuen Abhängigkeiten entstehen, die die Souveränität, die Handlungsfähigkeit und die Glaubwürdigkeit Namibias als souveränen Staat bedrohen. Was vor 25 Jahren – als Namibia noch nicht souverän war – für junge postkoloniale Staaten bei ihren Auslandsbeziehungen zwischen Ost und West ein Balanceakt war, ist heute für Namibia ein Interessenspiel mit und zwischen Großpartnern, sprich die EU und USA auf der einen und China zunehmend auf der anderen Seite. Namibia genießt den Vorteil, infolge seiner bisher stabilen wirtschaftspolitischen Entwicklung in beiden Lagern, der westlichen und asiatischen Großpartner, auf hohe Anerkennung zu treffen. Künftig gilt immer mehr, nach dem eigenen, verfassungsmäßigen Wertesystem und nach nationalen Interessen zwischen den Blöcken ausgewogene Beziehungen zu pflegen.

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