19 Mai 2005 | Wirtschaft

Abgefülltes Wasser in der Konkurrenz

Vor 15 Jahren war in Flaschen abgefülltes Mineralwasser in Namibia unbekannt. Heute wetteifern über 30 namibische und ausländische Hersteller und Lieferanten auf den Regalen der Supermärkte vor den Käufern. Mineralwasser ist zum Alltagsprodukt geworden.

Omaruru - Der erste Begründer der Mineralwasser-Abfüllung in Namibia, Hubert Herzog, hat sich durch Modernisierung und Rationalisierung behauptet.

Mit dem zunehmenden internationalen Besucherstrom und der Ansiedlung ausländischer Botschaften nach 1990 ist eine reguläre Nachfrage nach abgefülltem Mineralwasser entstanden. Zuvor haben Namibier in den Ortschaften einfach Leitungswasser getrunken oder haben sich manchmal klares "Bohrlochwasser" besorgt, um damit besseren Kaffee aufgießen zu können und dem unvermeidlichen Chlorgeschmack vorzubeugen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist Leitungswasser in Namibia nach wie vor genießbar.

Hubert Herzog hat vor 15 Jahren auf seiner Farm Otjompaue-West bei Omaruru am Erongo die erste kommerzielle Abfüllanlage für Mineralwasser errichtet. "Meine Freunde und Jagdgäste waren ausnahmslos von unserem guten Wasser begeistert. Da habe ich einigen Besuchern jeweils eine Flasche Wasser nach Deutschland oder in die Schweiz mitgegeben, um die Qualität dort wissenschaftlich prüfen zu lassen", erinnerte er sich am Dienstag an die Anfangsphase seiner Abfüllanlage. Der wissenschaftliche Qualitätsbescheid aus Übersee entsprach höchsten Ansprüchen und bestätigte, was die Jagdtouristen spontan von der Zunge her behauptet hatten. Das natürliche Mineralwasser aus einer Tiefe von 200 Metern war gut. Danach ging es schnell. Hubert Herzog und seine Frau Ulrike gründeten die Firma "Omaruru Beverages", beschafften sich eine ausrangierte Abfüllanlage der ehemaligen Limonadenfabrik Müseler von Swakopmund und brachten das Oasis Mineralwasser auf den hiesigen Markt. Die Rastlager des Etoscha Nationalparks waren die ersten Großabnehmer, bis der eine oder andere Supermarkt folgte. Inzwischen musste eine neue Abfüllanlage und mussten neue Kompressoren installiert werden, denn seit 1999 rollen die Kunststoff-Flaschen aus der eigenen Maschine, die vorgefertigte "Plastik-Patronen" (aus Indien) erhitzt und mit Pressluft in die erwünschte Form und Größe presst. Aus der Fertigungsanlage gehen die leeren Behälter direkt in die Abfüllanlage.

Mit 14 Arbeitnehmern und der maschinellen Ausstattung hat die Mineralwasserfabrik auf der Gäste- und Jagdfarm im Hegegebiet am Erongo heute eine Produktionskapazität in Höhe von zwei Millionen Flaschen pro Jahr. Oder, wie Hubert Herzog den Farmervergleich anstellt, entspricht die Abfüllung einer Tagesschicht auf Otjompaue-West dem Kubikmaß, "was 200 Rinder an einem Tag saufen". Anfangs hat das Oasis-Mineralwasser etwa 80 Prozent des namibischen Marktes versorgt. Mittlerweile sind über 30 andere Produzenten, auch aus dem Ausland, als Konkurrenz dazugekommen. Manche, wie Nestlé, so hat Herzog beobachtet, wollen ihr Produkt hier zu Dumping-Preisen absetzen.

Im 15. Bestehensjahr hält Herzog mit unveränderter Qualität des Mineralwassers sowie mit Cola-Getränken und angereicherten Getränken mit Zitrusgeschmack dagegen.

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