Vor 50 Jahren
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Vor 50 Jahren

1974-02-12
DER STAAT SCHMUGGELT MUNTER MIT

Windhoek – Die Südwest Brauereien haben bei den zuständigen portugiesischen Behörden um die Erlaubnis zum Bierexport nach Angola gebeten. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Die Begründung: Bier ist in Angola in ausreichenden Mengen vorhanden. Südwest Brauereien haben sich somit um den legalen Export nach Angola bemüht, während Cuca Bier aus Angola in beträchtlichen Mengen illegal nach Südwestafrika eingeführt wird, obwohl in Südwestafrika ebenfalls Bier in ausreichenden Mengen vorhanden ist. Cuca Bier geht vor allem nach Owambo und Kavangoland. Da das eingeschmuggelte Bier in Südwestafrika weder besteuert noch verzollt wird, kann Cuca leisten, die Südwest Brauereien zu unterbieten. Vom Staat wird nichts unternommen, obwohl die Mindereinnahmen aus entgangenen Steuern pro Jahr auf 250 000 Rand geschützt werden.

In Owambo leben bekanntlich fast 50 Prozent der Gesamtbevölkerung Südwestafrikas. 60 bis 70 Prozent des Bierverbrauchs in Owambo wird nach zuverlässigen Schätzungen von Cuca bestritten Cuca hat sogar in letzter Zeit die Preise gesenkt Ein Karton Bier wird dem Endverbraucher für 3 bis 3,30 Rand angeboten. SW Brauereien fordern vergleichsweise Preise zwischen 4,60 bis 4,80 Rand. Dabei beträgt die Biersteuer pro Karton 1,48 Rand.

RICHTLINIEN FÜR SPARMASSNAHMEN

Johannesburg – Die südafrikanischen Automobilisten können ihren Beitrag zu dem Brennstoffsparziel der Regierung beitragen, indem sie sich an die Richtlinien des südafrikanischen Automobilklubs AA halten. Die Regierung beabsichtigt eine Einsparung von 35 Prozent Brennstoff. Die AA hat jetzt ein Heft mit Sparmaßnahmen beim Autofahren veröffentlicht, das bei allen AA-Dienststellen in Süd- und Südwestafrika kostenlos erhältlich ist. Diese Sparmaßnahmen werden in Einzelheiten behandelt, um dem Autofahrer die Möglichkeit zu geben, soviel Brennstoff wie möglich zu sparen.

Die AA hat wiederum einen Aufruf an die Öffentlichkeit erlassen, die Geschwindigkeitsbeschränkungen einzuhalten und ihren Teil dazu beizutragen, Brennstoff zu sparen, um einer eventuellen Rationierung aus dem Wege zu gehen.

SPARTARIFE AUCH FÜR WINDHOEK

Johannesburg – Nach dem amtlichen Fernschreiben von SAL gelten die neuen Spartarife für Flüge nach Europa nicht nur für Johannesburg, sondern auch für Windhoek. Wer von Windhoek direkt nach Übersee fliegt, zahlt für die 19/75-Tage-Flüge etwa 70 Rand weniger als bisher. Allerdings sind keine Unterbrechungen des Fluges zulässig. Der Tarif gilt bisher für Flüge zwischen Windhoek und Bestimmungsorten in der Bundesrepublik, Italien, Schweiz, Holland und Belgien. Unklar ist, ob Frankreich eingeschlossen ist. Die französische Fluggesellschaft UTA ist Partner des neuen Pool-Abkommens. Frankreich wird in dem amtlichen Fernschreiben der SAL jedoch nicht erwähnt. Es heißt darin lediglich, dass die neuen günstigen Tarife in naher Zukunft auf andere europäische Länder ausgedehnt werden.

ENGLAND VERBIETET KOHLEAUSFUHR

London – Die britische Regierung hat beschlossen, ab nächsten Montag die Ausfuhr von Kohle, Koks und festen Brennstoffen zu verbieten. Das Verbot wurde notwendig, weil infolge des Bergarbeiterstreiks die Vorräte schwinden. Der Beschlug wird Großbritannien gegenüber der EG in Verlegenheit bringen, weil nach dem Kohle- und Stahlabkommen es keinem Mitglied gestattet ist, den Export ein-zustellen. Jährlich gingen etwa 40 000 Tonnen britischer Kohle besonders nach der Bundesrepublik und in geringerem Mal nach Frankreich. Das britische Augenministerium konsultierte vorher die Europakommission in Brüssel, und man nimmt an, dass die EG angesichts der besonderen Umstände ein Auge zudrücken wird.

Eine nicht genannte Gruppe von Geschäftsleuten hat den Kohlearbeitern eine Barzahlung von 2,5 Millionen Pfund angeboten, wenn die Bergarbeiter. die Arbeit bis zur Veröffentlichung eines Sonderberichts der britischen Regierung über die Lohnforderungen wieder aufnahmen.

Die Benzinpreise sind ab heute, Dienstag, um 18 Prozent erhöht worden. Gallone Benzin (4,5 Liter) kostet jetzt umgerechnet 74 südafrikanische Cent.

Die streikenden Lokomotivführer, die abwechselnd Ein-Tage-Streiks durchführten, haben beschlossen, diese Aktion einzustellen und wieder Überstundenarbeit zu erlauben, bis die Wahlen vorüber sind.

VERSTAATLICHUNG IN LIBYEN

Tripolis – Die libysche Regierung hat drei amerikanische Mineralölgesellschaften verstaatlicht. Es sind dies Texaco, die Asian Oil Company of California und die Libyan-American Oil Company (Liamco). In der Ankündigung der libyschen Nachrichtenagentur Arna wird darauf hingewiesen, dass das Dekret zur gleichen Zeit veröffentlicht worden sei, als in Washington die Erdölkonferenz eröffnet wurde. Es gibt jetzt nur noch drei Ölgesellschaften, die nicht verstaatlicht sind (Esso, Mobil und Amoseas). Libyen hat versprochen, Kompensationen zu zahlen. Regierungschef Gaddafi hat sich gegen die Aufhebung des Erdölembargos gegen die USA ausgesprochen und wird in diesem. Sinne auf der am Donnerstag beginnenden arabischen Erdölkonferenz intervenieren. Er erklärte auch, dass die Verstaatlichung der drei ErdölgeseIlschaften eine Antwort auf eine Botschaft des Präsidenten Nixon darstellte.

Wie bekannt wird, soll Texaco in eine nicht Gewinn bringende libysche Gesellschaft umgewandelt werden, die den Namen AI-Jawab führen wird. Das Kapital wird der Nationalen Erdöl-Korporation gehören.

CHAOS IN DEUTSCHEN STÄDTEN

Frankfurt – Infolge des Streiks von Bodenpersonal, soweit es Gewerkschaften angehört, der mit dem Gepäck beauftragten Arbeiter und Angehörigen von Öffentlichen Diensten musste in Frankfurt jeder sechste Flug eingestellt werden. Luftpostbriefe mussten im Inland mit der Eisenbahn befördert werden. Die Gewerkschaften wiesen die neuen Regierungsangebote auf Lohnerhöhungen zurück, da sie eine 15prozentige Erhöhung für die zwei Millionen Arbeiter in öffentlichen Diensten fordern. Etwa 150 000 dieser Arbeiter streiken in verschiedenen Städten. Besonders die Müllabfuhr katastrophal. Der öffentliche Autobusverkehr leidet im ganzen Land. In allen Städten, außer Hamburg, wo die Verkehrsbetriebe privaten Unternehmen gehören, fahren keine Straßenbahnen und Autobusse. Tausende mussten zu Fuß zur Arbeit gehen, und wer mit dem Wagen fuhr, geriet in unendlich lange Verkehrsschlangen.

Kommentar

Allgemeine Zeitung 2024-04-13

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