Für viele Familien ist der erste Tag eines neuen Schuljahres im Kalender rot als Zahltag markiert. Oftmals müssen Eltern Schulden aufnehmen. FOTO: AZ-ARCHIV
Für viele Familien ist der erste Tag eines neuen Schuljahres im Kalender rot als Zahltag markiert. Oftmals müssen Eltern Schulden aufnehmen. FOTO: AZ-ARCHIV

Schuldenberg Schule

NASA bittet Staat um Hilfe
Windhoek (ks) • Der Staat verspricht kostenlose Bildung. Bei der Lebensrealität, im Alltag der Schulen und ihren Schülern sind die guten Intentionen jedoch noch nicht angekommen. Noch können Bildungseinrichtungen pro Schuljahr Gebühren verlangen, dem Betrag sind per se keine Grenzen gesetzt. Von 100 N$ bis 1 000 N$ ist alles vertreten, so der Vorsitzende des nationalen afrikanischen Schülerverbands (NASA), Paulus Vilhemba.

Dieser spricht sich deswegen für eine Deckelung aus. Auf der anderen Seite sieht er auch das Bedrängnis der Schulen. Staatliche Subventionen wurden in den vergangenen Jahren wiederholt gekürzt, sodass diese Gebühren nötig wurden. Was der Staat gern an Schulden abbauen würde, kommt jetzt auf die Eltern zu.

Zwar habe die Bildungsdirektion Kavango-Ost eine Summe von 150 N$ festgelegt, jedoch ist sie nicht rechtskräftig und wird weitestgehend ignoriert. Entsprechend seien sowohl ein Gebührendeckel und eine Erhöhung der Fördergelder notwendig,um die Verschuldung einkommensschwacher Familien zu verhindern.

Der Staat solle außerdem früh genug die Fördergelder auszahlen, damit Schulen nicht auf das Geld der Eltern angewiesen sind, wenn die Ressourcen knapp werden oder Programme finanziert werden müssen. Falls Eltern Hilfe brauchen, ihren Kindern den Schulzugang zu bezahlen, stehe die NASA zur Unterstützung bereit.

Kommentar

Allgemeine Zeitung 2022-11-27

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