Botswanas Präsident Mokgweetsi Masisis und sein Außenminister Lemogang Kwape waren für einen Blitzbesuch am Sonntag in Namibia. Foto: Soziale Netzwerke
Botswanas Präsident Mokgweetsi Masisis und sein Außenminister Lemogang Kwape waren für einen Blitzbesuch am Sonntag in Namibia. Foto: Soziale Netzwerke

Grenzposten bald 24 Stunden offen

Mokgweetsi Masisi auf Blitzbesuch für einige Stunden in Windhoek
Ein frohes neues Jahr und bilaterale Gespräche zwischen Botswanas Präsidenten und dessen Amtskollegen Geingob waren zwei der Gründe für den Blitzbesuch, bei dem nur die NBC geladen war. Keine private Presse wurde informiert. Der Buitepos-Grenzposten soll bald 24 Stunden passierbar sein.
Brigitte Weidlich
Von Brigitte Weidlich

Windhoek

Namibias Präsidialamt hat am Sonntag Präsident Mokgweetsi Masisi aus Botswana zu Gast empfangen. Der Besuch dauerte nur einige Stunden und wurde als „offizieller Arbeitsbesuch“ beschrieben. Bald soll die Grenze bei Buitepos nach Botswana rund um die Uhr geöffnet sein.

Die freien namibischen Medien erfuhren nur über eine Ankündigung der botswanischen Regierung im Internet von diesem überraschenden Besuch, der laut Mitteilung in Gaborone auf Einladung von Geingob erfolgt sei.

Der wichtigste Grenzposten zwischen Namibia und Botswana östlich von Gobabis soll binnen Kurzem 24 Stunden geöffnet sein. Die Präsidenten von Namibia und Botswana werden beide die Zeremonie bei dem Grenzposten, Buitepos, leiten. Im Nachbarland ist der Grenzposten bei dem Ort Charles Hill als Mamuno bekannt.

Dies teilten Präsident Hage Geingob und sein Amtskollege Mokgweetsi Masisi am Sonntag während dessen Blitzbesuches mit. Ein genaues Datum, wann die Zeremonie stattfinden soll, steht jedoch noch nicht fest.

„Mein (Amts)Bruder kam, um mir ein frohes neues Jahr zu wünschen. Ich tat das gleiche und wünschte ihm ebenfalls ein frohes neues Jahr. Wir haben unter anderem auch verschiedene bilaterale Themen besprochen und Masisi drängt mich betreffs (der Umsetzung) dieser bilateralen Abkommen und wann diese nun durchgeführt werden sollten,“ sagte Geingob zum NBC-Fernsehen.

Masisi seinerseits sagte, er sei immer wieder gern mal in Namibia, es sei seine „zweite Heimat“.

„Wir haben Bilaterales besprochen. Wir können uns zwar unsere Nachbarn nicht aussuchen, aber wenn das ginge, würden wir uns Namibia aussuchen“, meinte Masisi.

Es sei schon fast ein Ritual, dem älteren Kollegen Respekt zu zollen und ein frohes neues Jahr zu wünschen, teilte Masisi mit einem Blick auf Geingob mit und sagte weiter: „Ich bewundere ihn“.

Es seien noch zwei Jahre bis zu den nächsten Wahlen in Botswana und Namibia, und Geingob werde am Ende dieser Frist seine Amtszeit beenden, sagte Masisi vor laufender Kamera.

„Es ist wichtig, den Menschen und der Welt zu zeigen, warum wir diesen Job machen und zum Nutzen unserer beiden Länder ist es gut, wenn wir die Umsetzung unserer bilateralen Abkommens beschleunigen,“ so der Präsident aus Botswana.

Der NBC zufolge soll der 2022 gefasste Beschluss beider Länder, die Grenze bei Buitepos/Mamuno 24 Stunden zu öffnen, bald Wirklichkeit werden.

Im vergangenen Jahr wurde auch beschlossen, dass die Bürger beider Nachbarstaaten bald nur noch ihren Personalausweis vorlegen brauchen, wenn sie die Grenze überschreiten wollen.

Kommentar

Allgemeine Zeitung 2023-02-08

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