15 März 2019 | Afrika

Zyklon steuert auf Festland zu – UN-Hilfe unterwegs

Windhoek/Blantyre/Lilongwe/Maputo (Xinhua/AFP/Reuters/dpa/cev) – Während der Tropensturm Idai aufs Festland zusteuert und droht, weitere Überschwemmungen zu bringen, haben die Vereinten Nationen (UN) dem Land Malawi Hilfe versprochen. Mindestens 126 Menschen sind infolge der heftigen Regenfälle im südlichen Afrika bereits ums Leben gekommen, wie die internationale Organisation mitteilte.

Experten zufolge entspricht die Stärke des Zyklons einem Hurrikan der Stufe drei und könnte noch weiter ansteigen, erklärte das Rote Kreuz. Das Wetteramt in Mosambik warnte, der Sturm könne innerhalb von 24 Stunden rund 150 Millimeter Regen mit sich bringen. Es werden Windgeschwindigkeiten mit Böen von bis zu 200 Stundenkilometern erwartet. Der Sturm sollte demnach vermutlich noch am Donnerstagabend in der Provinz Sofala (Mosambik) in der Nähe der Großstadt Beira auf Land treffen.

„Das Schicksal der tausenden betroffenen Menschen berührt uns sehr und wir möchten die Regierung von Malawi dabei unterstützen, den Opfern zu helfen“, erklärte die örtliche UN-Repräsentantin Maria Jose Torres. Mitarbeiter sollen den Behörden bei der Bereitstellung von unter anderem Notunterkünften und Lebensmitteln unter die Arme greifen. Die betroffene Bevölkerung wird aufgerufen, sich auf höher gelegene Gebiete zu begegnen, Flussübergänge zu meiden und nicht unter Bäumen oder anderen strukturschwachen Bauwerken Schutz zu suchen.

Derweil hat die mosambikanische Regierung „die Alarmstufe Rot ausgerufen“, sagte die Kabinettsprecherin Ana Comoana. UN-Angaben zufolge sind in Mosambik bisher mindestens 66 Personen durch die Überschwemmungen umgekommen, mehr als 141000 Menschen sind betroffen, über 5700 Häuser wurden zerstört – darunter auch 18 Krankenhäuser und 938 Klassenzimmer.

Auch Malawi leidet unter heftigen Regenfällen, wo neuesten Angaben zufolge inzwischen 56 Menschen ums Leben gekommen sind und mindestens drei Personen vermisst werden. Insgesamt seien in dem Land 185000 Haushalte von den Überschwemmungen betroffen. Rund 83000 Menschen hätten vor den Wassermassen fliehen müssen.

In Südafrika seien es bisher vier Todesfälle infolge der Niederschläge registriert worden.

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