02 März 2017 | Natur & Umwelt

Zusammenkunft zum Tierkonflikt

Windhoek (ab) - Der Mensch-Tier-Konflikt steht im Fokus einer dreitägigen Veranstaltungsreihe des Umweltministeriums, die gestern Vormittag in Windhoek eröffnet wurde. Zum Auftakt der Konferenz hat Umweltminister Pohamba Shifeta zahlreiche Interessenvertreter aus allen Teilen Namibias begrüßt. „Durch die wachsenden Wildtierbestände nimmt der Wettbewerb zwischen Tier und Mensch stetig zu“, erklärte Shifeta während der Eröffnung. „Es ist essentiell, das wir nun gemeinsam Strategien zur Besserung entwickeln.“ Seinen Appell verstärkte der Umweltminister mit einer aktuellen Bilanz: Im Jahr 2017 seien bereits sieben Menschen durch Zwischenfälle mit Wildtieren umgekommen, auch Nutztierverluste sowie Ernteausfälle stellen weiterhin Probleme dar. „Der Mensch-Tier-Konflikt hat sowohl soziale, als auch wirtschaftliche Auswirkungen - besonders in ländlichen Gegenden können dadurch Existenzen bedroht werden“, so Shifeta.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sollen heute gemeinsam mit den Vertretern von Farmer-, Jagd- und Tourismusverbänden konkrete Maßnahmen erarbeitet werden. „Die Umwelt befindet sich im Wandel, dementsprechend müssen wir auch unsere Politik überdenken“, erklärte Shifeta. Den Abschluss der Zusammenkunft wird der Tag des Artenschutzes am Freitag darstellen, bei dem auch Präsident Hage Geingob erwartet wird. Dieser Tag soll laut Shifeta vornehmlich den Wildtieren gewidmet werden, deren Bestand durch Wilderei zunehmend bedroht ist. „Tiere wie Nashörner und Elefanten sind nicht nur symbolträchtige Wildtiere, sie sind auch Säulen unserer Wirtschaft“, betonte der Umweltminister.

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