08 November 2018 |

Zum Wohl der deutschen Sprache in Namibia II

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
obwohl die Finanzkrise unseres Landes noch immer einen hohen Wellengang verursacht, haben wir es gemeinsam geschafft, weiterhin in Frieden und Ruhe unsere Sprach- und Kulturwerte zu leben. Wir sind Bürger dieses Landes und unser täglicher Einsatz für unser Heimatland Namibia ist wichtig und als Teil des Einsatzes des namibischen Volkes zu bewerten.
In Swakopmund hat sich durch die Initiative Dr. Gerhard Tötemeyers, eine Gruppe deutschsprachiger Namibier gebildet. Diese befasst sich damit, die Versöhnung voranzutreiben und die Vergangenheit unseres Landes objektiv zu be-, bzw. verarbeiten und eventuell den Ausgleichprozeß positiv zu unterstützen. Es wird gehofft, dass diese Initiative sich so entwickelt, dass sie das Sprachrohr der deutschsprachigen Namibier wird.

PROJEKT LILIE: Am 29. September 2018 fand der jährliche Projekt Lilie Gala-Abend statt. Wir gratulieren den folgenden Kollegen/Lehrern herzlich und wir danken ihnen vielmals für ihren Einsatz und ihre Liebe für unsere Kinder/Schüler.

KULTURFEST: Jährlich findet das Kulturfest für unsere Grundschulen statt. Die Schulen richten das Fest aus, und der Kulturrat trägt finanziell dazu bei. Das erste Kulturfest wurde von Dörte Witte geleitet. Es ist ein gutes Begegnungswochenende und haben die Schüler der kleinen Privatschulen einige ihnen bekannte Schulkameraden, wenn sie an die Oberschulen wechseln müssen.
In diesem Jahr fand das Kulturfest an der Privatschule Otjiwarongo statt. Es nahmen Schüler der Otavi, Omaruru, Grootfontein, Deltaschule Windhoek und der Deutschen Höheren Privatschule Windhoek teil. Es war ein sehr gelungenes Wochenende mit dem Thema Till Eulenspiegel und die Schildbürger. Der Kreativität bei der Interpretation dieses Themas waren keine Grenzen gesetzt.

PAUL-PETER-LANDPREIS: Dieser Preis, zu Ehren des verstorbenen Paul Peter Land, langjähriger Schatzmeister der DNEG, wird seit über zehn Jahren an Schulen vergeben, die jährlich deutsche Theaterstücke, Musikabende für die Öffentlichkeit anbieten. Es ist eine Ermutigungs- und Anerkennungsgeste. Die Schulen bewerben sich freiwillig um diesen Anerkennungspreis und gilt die Initiative für Grund- und Oberschulen.
In diesem Jahre bekamen folgende Schulen Urkunden und einen kleinen Geldbetrag: die deutschen Privatschulen in: Grootfontein, Otavi, Otjiwarongo und Omaruru sowie die Deltaschule Windhoek und Meerdorfer Musikschule.

MUSEEN/DIE ALTE FESTE/DER REITER: Hier leistet unser Vorstandsmitglied Günter von Schumann hervorragende Arbeit. Er und Antje Otto setzen sich unermüdlich für den Erhalt unseres kulturellen Erbes ein.
Viele Projekte wollen betreut und gepflegt werden. Zum Glück ist die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland ein positiver Ansprechpartner und unterstützt den Erhalt unseres Kulturerbes regelmäßig und tatkräftig. Botschafter Schlaga wir danken Ihnen, Clarissa Judmann, allen anderen Kollegen der Bundesrepublik Deutschland von ganzem Herzen für die Hilfe, Unterstützung und Ratschläge.
Die Diazbrücke und das Museum in Lüderitzbucht, der Förderturm in Tsumeb, das Tsumeber Museum, das Alte Fort in Grootfontein, der Martin Luther in Swakopmund sind Projekte die angepackt werden müssten, aber Dauerbrenner bleiben sowie die Alte Feste, der Reiter und der Zug in Arandis.

AUFSATZWETTBEWERB: Auch in diesem Jahr hat der Aufsatzwettbewerb stattgefunden und wurde von der Otavi-Privatschule organisiert. Auch hier sind die Schulen reihum für die Organisation und die Beurteilung verantwortlich. Da alle diese Aktivitäten zusätzliche Aufgaben sind, ist es wieder ein Beweis, wie sehr unsere Lehrer sich für unsere Sprache und Lebensart einsetzen. Ihnen gebührt unser Dank und unsere Anerkennung.
Folgende Schüler erhielten einen Preis: Klasse 4: 1. Platz: Samuel Höcht (DHPS), 2. Platz: Jaden Muhle (Swakopmund), 3. Platz: Alexander Bergemann (Omaruru) und in Klasse 7: 1. Platz: Ariane Neumann (Grootfontein), 2. Platz: Laura Jacob (Otjiwarongo), 3. Platz: Lotte Beuker (Swakopmund)

SCHREIBWERKSTATT: Seit vielen Jahren findet jedes Jahr die Schreibwerkstatt statt, die von der DKR mit jeweils 20000 N$ unterstützt wird. Hobby Autoren unseres Landes treffen sich unter der Leitung bewährter Fachkräfte. Gemeinsam erarbeiten sie bestimmte Themen und verbessern dadurch ihre Schreibtalente. Die Kulturzeitschrift Felsgrafitti z.B. ist ein Ergebnis dieser Autorenwerkstätten.
Bei der diesjährigen Autorenwerkstatt, die bei Gobabis stattfand, wurden von Erika von Wietersheim und Sylvia Schlettwein das Thema „Lebensgeschichten Dichtung und Wahrheit/Biographisches Schreiben und Selbstlektorat“ angeboten.

JUNG-AUTORENWERKSTATT: Die Jung-Autorenwerkstatt fand im Februar an der Privatschule Omaruru statt. Insgesamt haben sich 16 interessierte Schüler der DPS-Otjiwarongo, der DPS-Omaruru sowie der DHPS angemeldet.

SCHULEN: Die Lehrer leisten unter schwierigen Arbeitsbedingungen Erstaunliches. Als Lehrer weiß ich den Einsatz zu schätzen und sind wir stolz auf die guten Ergebnisse und den guten Ruf der Schulen. Nicht alle Eltern können sich eine Privatschule leisten und daher ist es wichtig, die bestehenden Regierungsschulen mit den deutschen Abteilungen zu stärken.
Auch unseren Kindergärten danken wir für die gute Betreuung unserer Kleinen und die gekonnte Vorbereitung auf die Schullaufbahn.
Nach 2019 werde ich nach 22 Jahren als Vorsitzender und als Vorstandsmitglied alle Ämter niederlegen.

Eckhart DG Mueller,
Vorsitzender des Deutschen Kulturrats in Namibia

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