13 März 2017 | Politik

Zu Genozid-Konsultationen nach New York

Windhoek/New York (fis) - Zwei Monate nachdem Repräsentanten der Volksgruppen Ovaherero und Nama eine Sammelklage in New York/USA gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht haben, sind jetzt Konsultationen mit einem Richter eines Bundesgerichtes geplant. Dazu wolle eine Gruppe diese Woche nach New York reisen, berichtete die Nachrichtenagentur Nampa am Freitag mit Verweis auf Aussagen des Herero-Chefs Vekuii Rukoro vom Tag zuvor.

Als Klageführer treten Rukoro und der Nama-Chef David Frederick auf, die nach eigenen Angaben „alle Herero und Nama weltweit“ repräsentieren. Mit Verweis auf den Kolonialkrieg 1904-08 verlangen sie „Entschädigung für den Völkermord“. Rukoro sagte aktuell dazu: „Wir wollen, dass die deutsche Regierung Reparationen an unsere Völker zahlt, weil diese traumatisiert, ermordet, gedemütigt, getötet, ihr Wohlstand enteignet, ihr kulturelles Gefüge zerstört und sie von ihrem Ahnenland vertrieben wurden.“ Vertreten werden die Herero und Nama von der US-Anwaltskanzlei McCallion & Associates. Die Bundesrepublik Deutschland sieht der Klage gelassen entgegen, weil dieser die Rechtsgrundlage fehle (AZ berichtete).

Indes gehen die Ende 2015 begonnenen bilateralen Verhandlungen der deutschen und namibischen Regierungen zur Aufarbeitung und zum Umgang mit den Geschehnissen von damals weiter. Die nächsten Gespräche sollten aktuell in Berlin stattfinden, stellte Zed Ngavirue, Sondervermittler der namibischen Regierung für den Genozid-Dialog, im Februar in Aussicht.

Gleiche Nachricht

 

Missbrauch des Wohnrechts

vor 3 tagen - 18 Mai 2018 | Politik

Windhoek (ste) - Immer wieder waren in den vergangenen Jahren die der namibischen Regierung gehörenden Wohnhäuser und -Komplexe aufgefallen und wurden zum Thema der Presse...

In Solidarität mit Westsahara

vor 4 tagen - 17 Mai 2018 | Politik

Windhoek (cev) - Der Außenminister der Demokratischen Arabischen Republik Sahara, Mohamed Salem Ould Salek, hat am Dienstag Präsident Hage Geingob einen Höflichkeitsbesuch abgestattet. Das Gespräch...

China stärkt Anti-Wilderei

vor 5 tagen - 16 Mai 2018 | Politik

Von Nina Cerezo, WindhoekNachdem Präsident Hage Geingob erst Ende März zu einem Staatsbesuch nach China gereist war, folgt nun der Gegenbesuch: Unter der Leitung von...

Sorge um Cyber-Kriminalität

vor 5 tagen - 16 Mai 2018 | Politik

Windhoek (ste) • Der vorige Staatsanwalt Namibias und jetzige Justizminister, Sakeus Shangahala, nahm an der 27. Sitzung der UN-Kommission für Verbrechensverhütung und Strafrechtspflege (CCPCJ) in...

Amupanda stellt Ultimatum

vor 5 tagen - 16 Mai 2018 | Politik

Von Frank Steffen, Windhoek In einem Brief an den Handelsminister Tjekero Tweya, weist der Aktivist und Vertreter der von ihm gegründeten „Affirmative Repositioning Movement“ (AR),...

China hilft im Kampf gegen Wilderei

vor 5 tagen - 15 Mai 2018 | Politik

Windhoek (Nampa/nic) – Die chinesische Regierung wird Namibia 30 allradbetriebene Bakkies sowie Campingausrüstung an das Umweltministerium spenden, die im Kampf gegen Wilderei zum Einsatz kommen...

RCC handelt eigenmächtig

1 woche her - 14 Mai 2018 | Politik

Windhoek (ste) • Nachdem Finanzminister Calle Schlettwein und der Minister für Staatsbetriebe, Leon Jooste, immer wieder darauf drängen, dass Staatsbetriebe binnen der bestehenden Richtlinien verwaltet...

Treibende Kraft in SADC

1 woche her - 09 Mai 2018 | Politik

Windhoek (ste) - In einer sehr detaillierten Rede schilderte die namibische Vize-Premierministerin und Außenministerin, Netumbo Nandi-Ndaitwah, dem Parlament die zunehmende Rolle, die Namibia im südlichen...

Hiesige UN-Koordinatorin nimmt Abschied

1 woche her - 08 Mai 2018 | Politik

Windhoek (cev) – Die hiesige Koordinatorin der Vereinten Nationen, Anita Kiki Gbeho, verlässt Namibia und wird in diesem Monat noch ein führendes UN-Amt im Sudan...

OKACOM-Flussplan im Fokus

1 woche her - 08 Mai 2018 | Politik

Windhoek (ste) - Seit gestern trafen die politischen SADC-Vertreter und ihre jeweiligen Fachberater in Windhoek ein, um ab heute drei Tage lang sogenannte OKACOM-Gespräche zu...