09 Mai 2017 | Natur & Umwelt

Zollbeamte beabsichtigen Artenschutz

Weltzollorganisation sucht inter-kontinentale Kooperationsmechanismen

Als Teil ihres Inama-Projektes trachtet die Weltzollorganisation (WCO) danach die international anerkannten Zollformalitäten und -Kontrollen auch in Sub-Sahara-Afrika einzuführen und dabei artengeschützte Tiere vor Schmugglern und internationalen Verbrechersyndikaten zu schützen.

Von Frank Steffen (Windhoek)

Das WCO-Inama-Projekt konzentriert sich maßgeblich auf Fauna und Flora, die laut dem Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (Cites-Konvention) geschützt werden. Ursprünglich von Schweden angeregt, wird das Projekt mittlerweile von der deutschen GIZ und den USA, sowie zweckbedingten Spenden von Groß-Britannien und Nord-Irland an das Cites-Sekretariat, unterstützt.

Nach der amtlichen Eröffnung eines internationalen Workshops in Windhoek gestern will die WCO in dieser Woche mit ausdrücklicher finanzieller Unterstützung der US-Botschaft - durch ihre zuständige Drogenbekämpfung- und Strafvollzugsbehörde - sowie den weiteren Sponsoren, die Zollbeamten aus dem südlichen Afrika mit ihren asiatischen Partnern bekanntmachen und einen Plan erarbeiten, damit der Schmuggel verhindert werden kann. In einer kurzen Ansprache machte der stellvertretende Geschäftsführer der amerikanischen Botschaft, John Kowalski klar: „Der Plan allein bringt nichts, aber ordentliche Planung ist alles.“ Laut Kowalski seien die Zollbeamten die Beschützer ihrer jeweiligen Landesgrenzen. „Ihr schützt die Bevölkerung gegen Drogen, Waffen und alle andere Schmuggelware, die einem Lande schaden“, meinte er. Stellvertretend für die Staatssekretärin des namibischen Finanzministeriums, Erica Shafuda, verlas der Vize-Kommissar des Zollamts, R Maendo, eine Grußbotschaft, in welcher Shafudah die anwesenden Zollbeamten daran erinnerte, dass allein in Namibia während der Jahre 2014 bis 2016 insgesamt 228 Elefanten und 210 Nashörner durch Wilderei verloren gingen. „Es gibt ein internationales Übereinkommen wonach der illegale Handel mit Produkten, die von artengeschützten Tieren stammen, bekämpft werden sollen. Dabei können Zöllner eine wichtige Rolle übernehmen. Durch bestehende Systeme wie EnviroNet, das Zollprogramm CEN und weitere elektronische Hilfen sollt ihr Schmuggelware erkennen können und den illegalen Handel unterbinden“, las Maendo vor.

Die erfahrenen WCO-Zollbeamten Mathew Bannon und David Kane sind aus Brüssels angereist. In einem Privatgespräch mit der AZ erklärte Bannon, dass es sich um einen ersten Schritt handele um die asiatischen und afrikanischen beamten aufeinander zuzuführen mit dem Sinn, dass sie gemeinsam gegen den Schmuggel ankämpften und durch koordinierte Kontrollen die Verbrecher an beiden Seiten der Kontinente in Haft nehmen könnten: „Binnen der nächsten drei Jahre würden wir gerne eine tatsächlichen Fortschritt vermelden, denn hiernach folgt das lokale Training, bei welchem das Umweltministerium und das Rechtswesen mitsamt der Polizei eingebunden werden sollen.“

Gleiche Nachricht

 

Pangolin – Der Mini-Drachen weltweit in größter Not

vor 1 tag - 19 Februar 2018 | Natur & Umwelt

Windhoek (nic) - Kein anderes Tier wird so oft gewildert wie der Pangolin. Die häufig auch als Schuppentiere bekannten Lebewesen stehen weltweit auf der roten...

Die Farmer im Herzen der Erongoberge und die Löwen...

vor 2 wochen - 01 Februar 2018 | Natur & Umwelt

Die Meinungsäußerungen der EMRS (Erongo Mountain Rhino Sanctury) der letzten Wochen zeugen von Wunschträumen und Visionen und haben recht wenig mit der Realität zu tun....

The desert-adapted lion translocation to the Erongo fiasco

vor 2 wochen - 01 Februar 2018 | Natur & Umwelt

Like many things in life ultimately the outcome reflects the level and quality of planning and foresight and also subsequently the success or failure and...

Wildpferde treten auf der Stelle

vor 3 wochen - 26 Januar 2018 | Natur & Umwelt

Windhoek (ste) - Unlängst hatten die Handelskammern von Aus und Lüderitz in einem dringenden Plädoyer unter dem Namen „Aus-Lüderitz Business & Action Group“ (ALBAG) zum...

Wildpferde treten auf der Stelle

vor 3 wochen - 25 Januar 2018 | Natur & Umwelt

Windhoek (ste) - Unlängst hatten die Handelskammern von Aus und Lüderitz in einem dringenden Plädoyer unter dem Namen „Aus-Lüderitz Business & Action Group“ (ALBAG) zum...

Brandberg-Gebiet wieder geöffnet

vor 3 wochen - 25 Januar 2018 | Natur & Umwelt

Windhoek (nic) – Der nationale Denkmalrat (NHC) hat das Gebiet rund um den Brandberg für Touristenbesuche und Wandertouren wieder freigegeben. Dies teilte der Rat gestern...

Tierquälerei auch in Okahao

vor 4 wochen - 23 Januar 2018 | Natur & Umwelt

Windhoek/Okahao (ste) - Unlängst ärgerte sich die Geschäftsführerin des SPCAs, Monique Redecker, über den Zustand des städtischen Geheges Ondangwas. Der Zustand dieses sogenannten Übergangs-Kraals sei...

Katz-und-Maus-Spiel dauert an

vor 4 wochen - 22 Januar 2018 | Natur & Umwelt

Von Nina Cerezo, Windhoek„Sobald wir die Löwen finden, werden wir sie umsiedeln“, bestätigte Romeo Muyunda, Pressesprecher des Ministeriums für Umwelt und Tourismus (MET) noch einmal...

Kein Platz mehr für den König der Tiere

vor 4 wochen - 22 Januar 2018 | Natur & Umwelt

Blutbad im Schafskral: Vergangene Woche reißen zwei Löwen am Brandberg in nur einer Nacht mehr als 170 Schafe. Bereits im November haben Löwen in der...

Löwe tötet neun Ziegen

vor 1 monat - 19 Januar 2018 | Natur & Umwelt

Windhoek/Sesfontein (nic) – Ein Löwe hat am Montag neun Ziegen im Dorf Otjahava in der Kunene-Region getötet. Dies gab die Nachrichtenagentur Nampa gestern bekannt und...