25 Februar 2008 | Leserbriefe

Ziel ist die Völkerverständigung

Sehr geehrte Damen und Herren, gerade zurück aus Namibia, möchte ich sofort Stellung zu oben genannten Bericht nehmen, der in Teilen die Wahrheit verzerrt und auch Deutungen enthält, die an die unseriöse Berichterstattung gewisser Kreise hier in Deutschland erinnert.

Insbesondere möchte ich Wert darauf legen, dass ich weder der "erste Vorsitzende" des Traditionsverbandes bin noch jemals war, sondern deren Geschäftsführer - nunmehr seit fast 16 Jahren. Zudem weiß ich nicht, was meine Tätigkeit als Leiter der "Nationalen Jugend Ostfriesland" in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit dieser Feier zu tun hat. Die NJO als "Sammelbecken aller volkstreuen und nationalen Kräfte" zu bezeichnen ist sicher richtig und man kann auch nicht erkennen, was daran verwerflich sein soll, vor allem, da diese Information aus dem Internet und bezeichnenderweise aus den Ergüssen der "Antifaschistischen Nachrichten" stammt, für die bekanntlich alles automatisch schlecht ist, was nicht ihrem eigenen abstrusen Weltbild entspricht.

Der Verband hat sich weiter niemals "gegen eine gemeinsame Feier im Vorfeld des Jubiläums von Deutschen, Deutsch-stämmigen Herero ausgesprochen", im Gegenteil, unsere Sektion in Namibia, die als eigenständiger Verband agiert, hat seit jeher auch Kränze an den Gräbern anderer Volksgruppen niedergelegt, so u.a. an der Gedenktafel für die Gefallenen Herero am Waterberg. Gerade das zeigt unseren "Einsatz für die Völkerverständigung", wie es als einer unsere Ziele in unserer Satzung bereits von unseren Gründungsvätern verwurzelt wurde.

Es ist unanständig, ein "Haar in der Suppe" suchen zu wollen und steht Ihrer Zeitung nicht gut zu Gesicht. Man sollte es einfach dabei belassen, was es war: eine 100-jährige Erinnerungsfeier an die Errichtung des Franke-Turms 1908, bei der etliche Herero unserer Einladung gefolgt sind, wie das Königshaus Zeraua aus Omaruru, worüber wir sehr erfreut waren, und bei der wir gemeinsam zeigen konnten, dass die Auseinandersetzungen unserer Vorfahren nunmehr lange vorbei sind und ein gemeinsames Miteinander in einem einheitlichen Namibia begründet wurde.
Daran wird unser Verband wie überall in den ehemaligen Schutzgebieten mitwirken und mit humanitären Aktionen beitragen. Philip Ritter sei gesagt, dass seine anklingende Häme völlig unangebracht war und all jenen in die Hände spielt, die unser Engagement in die falsche Ecke stellen möchten. Ob das den verschiedenen Volksgruppen im schönen Namibia zukünftig hilft, darf bezweifelt werden.

Hermann Mietz, Geschäftsführer im Traditionsverband ehemaliger Schutz- und Überseetruppen / Freunde der früheren deutschen Schutzgebiete e.V. (Emden)

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