30 August 2011 | Kommentar

Zählauftakt mit Pannen

Namibier oder Ausländer - sie alle sollen beim gestern begonnenen Zensus 2011 gezählt werden. "Vom Präsidenten bis zur letzten Person auf der Straße", kündigte Andries Hungamo, Staatssekretär der für die Volkszählung verantwortlichen Nationalen Planungskommission (NPC), unlängst noch an - und nannte die Bewohner in privaten Haushalten, Heimen und Armeekasernen ebenso wie die Insassen von Gefängnissen, Gäste in Hotels und anderen Unterkünften, Obdachlose sowie Durchreisende. Aber was passiert, wenn zur Volkszählung niemand da ist, der zählt? So geschehen gestern in Windhoek, wo Dutzende Zähler am Postschalter Schlange standen, um Geld zu bekommen, anstatt mit ihren Fragebögen unterwegs zu sein. Die erste Panne der Volkszählung war perfekt.

Der Staatspräsident wurde bereits am Sonntagnachmittag erfasst. Dazu kam NPC-Generalsekretär Tom Alweendo höchstpersönlich ins Staatshaus - und auch die Presse war versammelt, versteht sich. Nach Mitternacht sollte es dann weitergehen: Über 8000 Zähler sind im ganzen Land verteilt, um die Menschen zu befragen und erfassen. Einige von ihnen wollten gestern in Windhoek aber zunächst ihr Geld, andere hatten noch nicht einmal Fragebögen. Mehr als peinlich! Die NPC ist der Nation eine Erklärung schuldig - und muss schnell handeln, sonst wird die Volkszählung zur Volksverdummung.

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