25 Februar 2008 | Kommentar

Zeitig eingreifen, in Stand halten

Namibias Straßen altern, weil die Straßenbehörde mit der Instandhaltung nicht mehr nachkommt und ihre finanzielle Schwesterbehörde, die Road Fund Administration, es nicht schafft, beizeiten die Gebühren anzupassen, geschweige denn sie gründlich einzutreiben. An abgabenpflichtigen Lkws mangelt es nicht. Im Gegenteil, viel zu viele schwere Frachten belasten die Fernstraßen und gefährden den Personenverkehr, derweil die Eisenbahn zu wenig benutzt wird.

Von der guten, bis vorbildlichen Infrastruktur, die die Regierung 1990 übernommen und etliche Jahre noch in Schuss gehalten hat - hier spricht der Chef der Straßenbehörde Penda Ikela hauptsächlich von den Teerstraßen - sind 31% noch fünf Jahre befahrbar, derweil 41 Prozent heute statistisch auf dem Nullpunkt ("Zero Life") angelangt sind. Da hilft es wenig, Millenniumsziele 2015 und von Zukunftsplanung "Vision 2030" anzurufen.

Straßenplaner und die Regierung kennen die Gefahrenzeichen. Sie haben Gesetze und die Kompetenz, Prioritäten zu setzen und Gebühren einzutreiben. Der Verkehrssektor ist nicht arm. Wenn sie nach der reichlich vorhandenen Kenntnis nicht zeitig handeln, gehen wir den verruchten und notorischen Straßenverhältnissen unserer nördlichen Nachbarn entgegen, weil wir am begrenzten Zeithorizont kleben bleiben und für Inkompetenz auf Managerebene Spitzengehälter zahlen.

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