10 Januar 2019 | Afrika

Zehntausende auf der Flucht nach neuen Kämpfen im Nordosten Nigerias

Maiduguri (dpa) - Zehntausende Menschen sind im Nordosten Nigerias als Folge neuer Kämpfe zwischen Streitkräften und der islamistischen Terrororganisation Boko Haram auf der Flucht. Die Kämpfe begannen am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Stadt Baga am Tschadsee, erklärten die Vereinten Nationen am gestrigen Mittwoch. „Die Konsequenzen der jüngsten Kämpfe für die unschuldige Zivilbevölkerung sind verheerend und haben eine humanitäre Tragödie ausgelöst“, erklärte der UN-Nothilfekoordinator für Nigeria, Edward Kallon.
Mehr als 30000 Menschen seien in den zumeist bereits überfüllten Lagern für Binnenflüchtlinge in der Stadt Maiduguri im Bundesstaat Borno angekommen. Zudem ist UN-Angaben zufolge bislang noch unklar, wie viele Menschen in die Stadt Monguno geflohen sind. „Zehntausende Menschen brauchen humanitäre Hilfe, vor allem Unterkünfte, Essen, Wasser und Möglichkeiten, sich zu waschen“, hieß es weiter.
Boko Haram terrorisiert seit 2009 den verarmten Nordosten Nigerias und angrenzende Gebiete. Bei Anschlägen und Angriffen der sunnitischen Fundamentalisten sind Schätzungen zufolge mindestens 20000 Menschen getötet worden. Rund zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht vor der Gewalt.

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