25 September 2019 | Geschäft

Zahlungen werden aufwändig

Einige Banken erwarten nun doch Auswirkungen auf Überweisungen

Das neueingeführte System für Verrechnungsverkehr seitens der Banken, welches der Geldwäsche und Dergleichen vorbeugen soll, wird voraussichtlich für einige Personen am Monatsende zu einem maßgeblichen, administrativen Aufwand führen. Außerdem werden Überweisungen ins Ausland jetzt voraussichtlich viel länger dauern.

Von Frank Steffen

Windhoek

Seit dem vergangenen Montag wird der grenzüberschreitende elektronische Zahlungsverkehr (EFTs) stärker kontrolliert und eingeschränkt (AZ berichtete). Entgegen einer vorigen diesbezüglichen Erklärung seitens der Namibischen Bankenvereinigung (Bankers Association of Namibia, BAN), scheint diese Veränderung eine größere Auswirkung auf die Öffentlichkeit zu haben, als ursprünglich angenommen.

So hatten Kunden der Bank Windhoek feststellen müssen, dass sie in der Tat die Angaben der im Gemeinsamen Währungsgebiet (Common Monetary Area, CMA) ansässigen Zahlungsempfänger nicht nur bestätigen, sondern maßgeblich anreichern müssen - einschließlich persönlicher Daten. Manche Angaben müssen von Fall zu Fall neu angegeben werden.

„Bank Windhoek hat am 23. September 2019 gemäß dem Auftrag seitens des Aufsichtskomitees für das Zahlungssystem des Gemeinsamen Währungsgebiets (CMA PSOC) das iBANK-System dahingehend verändert, dass es den internationalen Normen entspricht“, antwortete die Bank auf eine Nachfrage, warum die eingeführten Maßnahmen viel strenger seien, als wie es in der BAN-Presseerklärung der Vorwoche angegeben worden war. Zahlende seien nun verpflichtet, das Land, Provinz, Stadt, Vor- und Nachnamen, Geschlecht, Namen des Empfänger-Instituts, Zahlungsgrund, Wohnadresse, und im Falle des Reisegeldes genaue Pass-Daten anzugeben.

Kunden der Banken Citibank, Capitec Bank, JP Morgan Chase, Bidvest Bank, South African Reserve Bank, Grobank, SASFIN Bank, Mercantile Bank, Tyme Bank und das südafrikanische Postamt können künftig nur per SWIFT-Transaktion gezahlt werden. Dies ist teurer und obendrein müssen die Empfänger mindestens zwei Tage auf ihr Geld warten. Dies bestätigte indessen Karl-Stefan Altmann, Abteilungsleiter für Geschäftskonten der Nedbank, der Kunden darauf hinweist, dass dies auch auf normale EFTs ins Ausland zutreffen kann.

Die First National Bank erwartet keine ernstzunehmenden Aufenthalte, während sich die namibische Notenbank (BoN) 24 Stunden nach Empfang eines Fragenkatalogs nicht imstande sah, eine Erklärung abzugeben.

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