07 August 2019 | Sport

Young Gladiators raus

Lehrstunde gegen Simbabwe beendet Cosafa Cup

Auf den hoffnungsvollen Start folgt ein tiefer Fall. Mit 0:4 fegte Simbabwe am Montag die Young Gladiators aus dem Gelvandale Stadium in Port Elizabeth; aus war der Traum vom Halbfinale. Coach Mervin Mbakera mühte sich nach Abpfiff, das positive herauszustreichen. Man sei nun besser gewappnet für kommende Turniere.

Von Jan Christoph Freybott

Windhoek

Nach der zweiten Niederlage im dritten Spiel ist der Cosafa Cup für die namibische U20-Fußballnationalmannschaft der Frauen beendet. Der namibische Nachwuchs unterlag am Montag im letzten Gruppenspiel gegen Simbabwe mit 0:4 und steht in Gruppe A an dritter Stelle hinter Simbabwe und Südafrika.

Der Traum vom Halbfinale hätte derweil kaum bitterer enden können. Die Young Gladiators hofften gegen Simbabwe auf ihr Endrundenticket - und bekamen eine Lehrstunde erteilt. Dabei waren es die Namibierinnen, die besser ins Spiel kamen. Namibias Veronica April gab zwei erste Warnschüsse ab, ohne Simbabwes Torfrau Cynthia Shonga damit ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. In der 19. Minute war es Talent Bizeki, die ihre Farben in Front brachte.

Ihr Distanzschuss senkte sich hinter Namibias Torfrau Megan Schuster in die Maschen - 1:0 für Simbabwe.

Die Young Gladiators hatten sichtlich Mühe, den Gegentreffer zu verarbeiten, und ließen sich vom simbabwischen Nachwuchs zunehmend in die Mangel nehmen. In der 31. Minute profitierte Dinah Banda von einem Absprachefehler zwischen Namibias Julia Rutjindo und Vijakura Tjingaete und erhöhte auf 2:0. Und keine zwei Minuten später unterlief den Young Gladiators der nächste kapitale Fehler: Nambias Keeper Megan Schuster schätzte einen aufdotzenden Ball völlig falsch ein und Praynence Zvawanda hatte wenig Mühe, den Ball ins leere Tor zu köpfen. Kurz vor der Halbzeit waren es wieder Rutjindo und Tjingaete, die sich bei einem Klärungsversuch im Weg standen, und Banda ihren zweiten Treffer ermöglichten.

Die Brave Gladiators dürften froh gewesen sein, als der Schiedsrichter zur Halbzeit pfiff. Mit einem 0:4 Rückstand war die Partie für Namibia bereits gelaufen. Nach dem Spiel sollte Mervin Mbakera, Cheftrainer der U20, die vielen individuellen Fehler beklagen. Von Anfang an seien die Young Gladiators so unter Druck gewesen. „Drei Tore sind auf einfache individuelle Fehler zurückzuführen, außerdem haben wir uns nicht genug Chancen erarbeitet“, so Mbakera. „Allerdings reflektiert der Endstand auch nicht wirklich das, was auf dem Platz passiert ist“.

Denn der namibische Nachwuchs kam verbessert aus der Kabine, vor allem die Defensive stand jetzt kompakter. Tjamunene Ndjavera und Rutjindo sorgten auch in der Offensive für zwei Halbchancen. Echte Torgefahr kam allerdings erst zwei Minuten vor Schluss auf, als Tjingaete im Strafraum frei zum Abschluss kam - ihr Ziel jedoch verfehlte.

„Dies ist ein komplett neues Team, weil viele ehemalige Spielerinnen in die A-Nationalmannschaft avanciert sind. Vieles ist noch in Arbeit“, konstatierte Mbakera, dessen Team mit drei Punkten Gruppendritter wird. Vor allem körperlich seien die Simbabwerinnen den Gladiators überlegen gewesen. Man habe aber auch viel Erfahrungen sammeln können, die in kommenden Turnieren hilfreich sein wird, betonte Mbakera.

Der Cosafa Cup der U20-Frauen wird derzeit zum ersten Mal überhaupt ausgetragen und verläuft im südafrikanischen Port Elizabeth parallel zum Turnier der A-Nationalmannschaften der Frauen. Die Halbfinale werden am Donnerstag ausgetragen.

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