28 Juli 2020 | Natur & Umwelt

WWF: Drei Milliarden Tiere von Buschbränden in Australien betroffen

Bis vor kurzem tobten in Australien verheerende Buschbrände. Bislang gingen Experten von 1,2 Milliarden getöteten Tieren aus. Doch es könnten noch viel mehr gewesen sein.

Canberra (dpa) - Von den verheerenden Buschbränden in Australien 2019 und 2020 sind neuen Schätzungen zufolge fast drei Mal so viele Tiere betroffen gewesen wie zunächst angenommen. Waren Experten bislang von etwa 1,2 Milliarden toten oder aus ihrem Lebensraum vertriebenen Tieren ausgegangen, beziffert die Tierschutzorganisation WWF die Zahl nun auf drei Milliarden. Am schlimmsten traf es demnach Reptilien, aber auch Hunderte Millionen Säugetiere, Vögel und Frösche seien den Flammen zum Opfer gefallen.
„Schon im Januar war die Zahl von 1,2 Milliarden toten und vertriebenen Tieren kaum vorstellbar. Dieses neue Ergebnis übertrifft die schlimmsten Erwartungen“, sagte Arnulf Köhncke, Artenschutzexperte beim WWF Deutschland. Dermot O'Gorman, Geschäftsführer von WWF-Australien sprach von „einer der schlimmsten Katastrophen für die Tier- und Pflanzenwelt in der Geschichte der Neuzeit.“
Auch Tiere, die den Flammen entkommen sind, könnten in der Folge noch sterben - denn ihnen fehlen nun Lebensraum und Nahrungsquellen, Nistplätze und Zufluchtsorte. „Die Rekordfeuer in Australien könnten zur neuen Normalität werden und sind nur ein Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, wenn wir es nicht schaffen, den weltweiten Temperaturanstieg auf unter 1,5 Grad zu begrenzen“, warnte Köhncke.
Im Auftrag des WWF-Australien arbeiten zehn Wissenschaftler von verschiedenen Universitäten und der Umweltschutzorganisation BirdLife Australia an dem aktuellen Bericht. Von August 2019 bis März 2020 hatten die Brände in sechs der insgesamt acht australischen Bundesstaaten und Territorien mehr als zwölf Millionen Hektar Land verwüstet.

Gleiche Nachricht

 

Ölexploration gut für Namibia

vor 12 stunden | Natur & Umwelt

Rundu/Windhoek (Nampa/ste) • Der Geschäftsführer des Staatsunternehmens National Petroleum Corporation in Namibia (NAMCOR), Immanuel Mulunga, behauptet, dass die Suche nach Öl und Gas in den...

Bohrvorhaben voll in Gang

vor 1 tag - 26 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Von Frank SteffenWindhoekSpät am vergangenen Donnerstag machte das Ministerium für Kommunikation und Informationstechnik (MICT) auf seiner Facebook-Seite für die Ost-Kavango-Region die amtliche Aufnahme des umstrittenen...

Nachhaltigkeit gefördert

1 woche her - 20 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek (Nampa/sb) - Das Umweltministerium hat Unternehmen zur Einreichung von Zuschussanträgen für Investitionen in den Bereichen Agroforstwirtschaft und nachhaltiger Land- und Ernteverwaltung aufgerufen. Laut einer...

Ein neuer Damm sichert Trinkwasser

1 woche her - 20 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Die Farm Uitsig Post-3 im Sorris-Sorris-Hegegebiet erhielt jüngst einen Damm. Das vorherige Trinkwasser-System ging vor drei Jahren kaputt. Der neue Damm wurde mit einer Finanzierung...

Erdbeben in der Nähe von Ai-Ais

1 woche her - 19 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek/Ai-Ais (sb) - Das Ministerium für Bergbau und Energie hat bestätigt, dass am Donnerstag ein Erdbeben etwa 10 Kilometer südwestlich von Ai-Ais aufgezeichnet wurde. „Das...

Bohrung gefährdet Grundwasser

1 woche her - 18 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Von Frank SteffenWindhoekIm Jahr 2011 wurde eine hydrologische Studie aus dem Jahr 2001 erneut veröffentlicht. Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR in...

Neue Fälle von Maul- und Klauenseuche

1 woche her - 15 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek (Nampa/cr) - Das Landwirtschaftsministerium hat bekannt gegeben, dass neue Fälle von Maul- und Klauenseuche (MKS) in den Oshana- und Oshikoto-Regionen gemeldet wurden. In einer...

Farmer haben Angst vor Löwen

1 woche her - 14 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek (Nampa/sb) - Mehrere Farmer aus der Kunene-Region haben in einem offenen Brief an die Regierung ihre Sorge über den zunehmenden Mensch-Löwen-Konflikt ausgedrückt. „Das Problem...

EHRA restauriert Tränke in der Anigab-Siedlung

1 woche her - 14 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Windhoek (Nampa/cr) - Die Elefantenschutzorganisation EHRA (Elephant Human Relations Aid) hat die Wasserstelle für Elefanten in der Anigab-Siedlung im Sorris-Sorris-Hegegebiet wiederhergestellt. Während den Feiertagen hatten...

Botswana macht ein Zugeständnis

vor 2 wochen - 12 Januar 2021 | Natur & Umwelt

Von Frank Steffen, Windhoek Auf der Internetseite von ReconAfrica () wird um Investoren geworben: „ReconAfrica ist in Besitz einer Schürflizenz, die etwa 8,5 Millionen Morgen...