04 Februar 2020 | Lokales

Wohnungsbau verzögert sich

Stadt Swakopmund zieht Bilanz: Von 1600 Häusern sind nur 26 im Bau

Die vom Swakopmunder Stadtrat ins Leben gerufene sogenannte 40/40-Wohnungsbauinitiative, anhand derer Kleinunternehmer erschwingliche Häuser bauen sollen, scheitert an mehreren Herausforderungen – von knapp 1600 geplanten Wohnungen befinden sich nur 26 Stück im Bau.

Von Erwin Leuschner, Swakopmund

Knapp ein Jahr nachdem der Swakopmunder Stadtrat mehrere Kleinunternehmer beauftragt hatte, insgesamt 1600 erschwingliche Wohnungen in dem Küstenort zu bauen, wurde jetzt eine Bilanz gezogen. „Es müssen sämtliche Herausforderungen umgehend behoben werden, um weitere Verzögerungen und Konflikte zu verhindern“, heißt es in der Beschlussvorlage der jüngsten Sitzung des Stadtrats, der sich daher auf mehrere Korrekturmaßnahmen geeinigt hat.

Die sogenannte 40/40-Wohnungsbauinitiative wurde unabhängig von dem staatlichen Wohnungsbaugroßprojekt (MHDP) ins Leben gerufen. Im März 2019 hatte die damalige Bürgermeisterin Paulina Nashilundo insgesamt 39 Bauunternehmer beauftragt, jeweils 40 erschwingliche Wohnungen zu bauen. „Ihr müsst sofort mit dem Bau beginnen, damit wir unsere Einwohner in ordentlichen Wohnungen unterbringen können“, hatte sie gesagt. Fünf Monate später, im August 2019, wurde der erste Spatenstich für das Projekt in den Stadtteilen DRC und Matutura ausgeführt.

In der Beschlussvorlage der jüngsten Ratssitzung heißt es nun, dass lediglich 28 Bauunternehmer mit dem Projekt beauftragt worden seien und sich bislang nur 26 Häuser im Bau befinden. Es werden mehrere Herausforderungen aufgelistet, mit denen sich Nutznießer, Bauunternehmer und Stadtverwaltung konfrontiert sehen.

Demnach seien die Häuser für die Nutznießer in vielen Fällen zu teuer. Einige Begünstigte seien aufgrund ihrer „schlechten Kreditwürdigkeit“ nicht in der Lage, ein Darlehen zu bekommen. Ähnlich sieht die Situation bei einigen Bauauftragnehmern aus, deren „Cashflow nicht ausreicht“. Obendrein würde sich das Projekt wegen „bürokratischer Verfahren“, besonders aufgrund der schleppenden Anträge bei Bankdarlehen, verzögern.

„Es stehen nicht ausreichend Grundstücke zur Verfügung, weil jene von illegalen Siedlern rund um DRC besetzt wurden“, heißt es weiter. Letztere sei auch eine Herausforderung, mit der die Stadtverwaltung zusätzlich zu kämpfen habe.

Als weitere Herausforderung für die Stadt werden in der Beschlussvorlage „ungezogene Bauunternehmer“ genannt, deren angegebenen Baukosten sich mit den von einer Bank gutgeheißenen Baukosten unterscheiden würden.

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