18 Januar 2011 | Lokales

Wlotzkasbaken im Visier

Swakopmund - "Die Versuche von einigen Schwarzen, dort (in Wlotzkasbaken, d. Red.) Land zu erwerben, wurden vom Obersten Gerichtshof abgewiesen. Es ist eine Tatsache, dass dies fortwährend eine bedauerliche Angelegenheit bleibt", sagte Mutjavikua gestern in Swakopmund in seiner ersten Ansprache als Gouverneur, nachdem er im Dezember von Präsident Pohamba für diese Position bestellt wurde (AZ berichtete).

"Lasst uns über diese Sache beraten, um eine dauerhafte Lösung finden", führte er aus. Auf AZ-Nachfrage fügte der Gouverneur hinzu: "Seitdem ich vor einigen Wochen mein Amt angetreten habe, haben mich mehrere 'Delegationen' besucht und die Angelegenheit aufgebracht." Die "Entwicklung" von Wlotzkasbaken ist ihm zufolge für "unsere weißen Landsmänner reserviert" - dies soll sich aber ändern.

Mutjavikua sagte weiter, dass seit der Unabhängigkeit vor gut 20 Jahren sehr wenige Farmen (und Kleinsiedlungen) in der Erongo-Region von der Regierung gekauft worden seien. Es müsse deshalb sichergestellt werden, dass "unsere Leute" auf diesen Farmen bleiben. Diese Farmen würden im Landwirtschaftssektor viele Arbeitsstellen schaffen und müssten "künftig korrekt verwaltet" werden. Es sei eine Tatsache, dass sehr wenige Farmen durch das System "williger Käufer, williger Verkäufer" zur Verfügung stünden.
Zudem stehe laut dem Gouverneur der Besitz der Minen auf der Tagesordnung. Dass Ausländer den Großteil aller Bergbaubetriebe besäßen, sei inakzeptabel. "Es wurde in der Region guter Fortschritt im Zusammenhang mit den BEE-Richtlinien (Black Economic Empowerment) gemacht, leider deckt dies aber nicht alle Minen ab", so Mutjavikua. Und: "Diese umstrittene Angelegenheit werden wir verantwortungsvoll ansprechen, um vorteilhafte Ergebnisse für beide Seiten zu erzielen." Das Gleiche sagte er zum Fischereisektor. Obwohl die Fischerei enorm zur Wirtschaft beitrage, gebe es weiterhin "Verbesserungspotenzial", was namibische Eigentumsverhältnisse betreffe.

Mutjavikua fügte hinzu, dass der Tourismus in der Region sehr wichtig sei und alle Führer der Region eng zusammenarbeiten müssten, um diesen Sektor zu erhalten. "Ich würde versagen, wenn ich die Geschäftswelt in der Tourismusbranche nicht aufrufe, einen kleinen Prozentsatz ihrer Anteile an die bisher benachteiligte Gemeinschaft zu geben", so der Gouverneur. Dies ist ihm zufolge ein Weg, den Frieden zu erhalten, den man derzeit genieße.

Der Gouverneur nannte in seiner Rede den Mangel bei staatlichen Diensten, der umgehend Aufmerksamkeit benötige. Die Medienberichte über das Gesundheitswesen sowie etlichen anderen Regierungsabteilungen seien besorgniserregend. Es müsse eine Änderung geben. Zudem bleibe die Arbeitslosenquote in der Erongo-Region ein Problem. Ferner müssten die Städte der Region attraktiv für ausländische Investoren sein.

Auf Mutjavikuas Tagesordnung stehe auch der umstrittene Bau des neuen Strandhotels an der Swakopmunder Mole. Er habe von den Sorgen der Swakopmunder gehört und werde der Sache nachgehen. "Wir werden uns mit beiden Parteien beraten, bis wir eine Lösung finden", sagte der Gouverneur. Und: "Wir werden uns auch über das neuen Design beraten, aber für den Tourismus muss Platz gemacht werden."

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