24 Dezember 2007 | Kommentar

Wlotzka: Alles bleibt wie es ist

Was für die Pächter der Feriensiedlung Wlotzkasbaken ein vorweihnachtliches Geschenk war, markiert für die oftmals kritisierte namibische Justiz ein festes Bekenntnis zu Demokratie und Unabhängigkeit. Das Obergericht hatte Mitte Dezember angeordnet, dass sich der Erongo-Regionalrat und das Ministerium für Regional- und Lokalverwaltung und Wohnungsbau sowie das Township Board an Absprachen halten müssen und keine angeblichen Sonderregeln für Behörden als Schlupfloch nutzen dürfen, um unter anderem eigenes Versagen zu vertuschen. Mit seinem Erlass hat Richter Collins Parker gleich gegen drei regierungsgesteuerte Behörden entschieden und wieder einmal klar gemacht, dass die Justiz in Namibia unabhängig und zumindest in diesem Fall nicht von höchster Stelle beeinflussbar ist. Während die Advokaten der Staatsseite in Berufung gehen wollen, soll in Wlotzka also alles weiter nach Fahrplan laufen: Statt der von den Behörden anvisierten Verpachtung aller Grundstücke werden die Plots verkauft; wann, steht allerdings noch in den Sternen, zunächst muss die Siedlung als Ortschaft proklamiert werden. Hier schludert der Regionalrat seit Monaten. Gut möglich also, dass mit dem unterstützenden Gerichtsurteil im Rücken nicht nur an diesem Heiligabend, sondern auch noch an Weihnachten 2008 in Wlotzka alles so ist, wie die Pächter es lieben, nämlich alles so wie immer.

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