21 April 2017 | Meinung & Kommentare

Wird die Landfrage ein Déjà vu?

In Afrika treffen die Stammes-Ansprüche auf Land sicherlich meistens zu. Doch wenn wir unsere sogenannten Rechte auf Ahnenland geltend machen wollen, müsste sich der größte Teil der namibischen Bevölkerung zurück nach Zentral-Afrika begeben, denn das ist ihr „Ahnenland“! Der einzige wirkliche Ureinwohner der Kalahari und weiterer Anliegergebiete des südlichen Afrikas bleibt nun einmal der Buschmann. Ob Ovaherero, Damara-König oder geschasster Nama-Politiker, sie alle sollten sich mal genauer mit ihrer Stammesgeschichte befassen und nicht nur bis zum Jahr 1904 zurückblicken. Mit etwas mehr informierter Objektivität würden sie merken, dass die internationale Gemeinschaft (speziell Deutschland) ihnen sehr viel guten Willen zollt, auch wenn es im Wortgefecht mal zu alternativen Interpretationen kommt. Bei der Land-Berechtigungsfrage wird vergessen, dass sehr viel Land abgekauft wurde. Ob der Preis immer fair war, das sei mal dahingestellt, aber gerade in der vorkolonialen Zeit gab es willige Verkäufer - meistens das (beizeiten gierige) Stammesoberhaupt. Somit sollte die jetzt gutgemeinte Finanzhilfe aus Deutschland vielleicht mehr Dank hervorrufen?

Dabei muss man sich fragen, ob sich die Geschichte in 100 Jahren wiederholen wird? Unsere Politiker, die mit viel „Weltoffenheit“ zunehmend unser Land, Minen, usw. im großen Stil an Ausländer wie die Chinesen (aus)verkaufen, sind dann längst verstorben. Wird es dann eine Generation Namibier geben, die wieder Reparationsgelder von den ehemaligen „Ausländern“ verlangen? Bis dahin ist der Verkaufspreis auch ein Klecks und die „Stammesführer“ trifft wieder keine Schuld!

Frank Steffen

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