04 Februar 2008 | Politik

"Wir haben noch einiges zu tun"

Windhoek - "Wir haben noch einiges zu tun und führen die begonnenen Projekte zu Ende", machte Frankenhauser auf AZ-Nachfrage deutlich. Der CDU/CSU-Bundestagsabgeordnete ist Leiter einer 14-köpfigen Delegation von Parlamentariern und Staatsbediensteten, die sich seit vergangener Woche in Namibia aufhalten. Dabei haben sie Gespräche mit Verteidigungsminister Charles Namoloh, Parlamentsspeaker Theo-Ben Gurirab und weiteren Abgeordneten geführt. Außerdem haben sie sich diverse Militärstützpunkte angesehen, darunter die Munitionsvernichtungsanlage in Rooikop (bei Walvis Bay) sowie die Stützpunkte in Osona (bei Okahandja) und Grootfontein. Heute wird die Gruppe wieder nach Deutschland abreisen.

Mit diesem Besuch wolle man "erneut die Verbundenheit zu Namibia dokumentieren", erklärte Frankenhauser im AZ-Gespräch den Grund der Reise. Und weiter: "Wir wollen uns ebenfalls ansehen, wie unsere Maßnahmen vor Ort angewendet werden, sprich ob die Hilfe das angedachte Ziel erreicht." Sein Fazit: "Es stimmt uns froh, dass es hier eine vorbildliche Zusammenarbeit zwischen der Beratergruppe der Bundeswehr und den namibischen Streitkräften gibt und die Projekte, zum Beispiel der Aufbau eines Logistiksystems, hervorragend abgeschlossen wurden. Die Unterstützung geht also über 2008 hinaus." Wie lange die Zuwendungen noch gezahlt werden, ließ er offen. "Wir wollen den namibischen Streitkräften helfen, ihre Aufgaben zu erfüllen. Wann das soweit ist, kann ich noch nicht sagen", begründete der Delegationsleiter.

Dennoch sieht Frankenhauser auch Handlungsbedarf auf namibischer Seite: "Die integrierte Ausbildung muss noch verbessert werden. So muss es für das von Deutschland finanzierte mobile Lazarett eine Kooperation mit dem Gesundheitsministerium geben, denn das Lazarett soll nicht nur für militärische Zwecke, sondern auch für humanitäre Hilfe genutzt werden", erklärte er.

Seit 1992 hat Deutschland im Rahmen der Ausstattungshilfe für die namibischen Streitkräfte rund 13 Mio. Euro ausgegeben. Darin eingeschlossen ist das Engagement der ständigen Beratergrupe der Bundeswehr in Namibia, die vor allem Trainingsaufgaben hat. Eines der größeren jüngsten Projekte war die Einrichtung eines computergesteuerten Integrierten Logistiksystems (ILS), das im November 2007 offiziell in Betrieb genommen wurde. Derzeit würden noch fünf Projekte laufen, erklärte Oberstleutnant Johannes Lammel, Leiter der Beratergruppe, auf AZ-Nachfrage. Und weiter: "Die Zusammenarbeit war bisher sehr erfolgreich, das Geld wird optimal eingesetzt."

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