21 Juni 2019 | Sport

„Wir haben nichts zu verlieren“

Außenseiter Namibia trifft beim Auftakt des Afrika Cups auf Marokko

Windhoek/Kairo (pl) - Die namibische Nationalmannschaft bestreitet am Sonntagnachmittag 16:30 Uhr sein erstes Gruppenspiel des Afrika Cups gegen Marokko. Es ist ein kleines Déjà-Vu für die Brave Warriors, denn schon bei ihrer letzten Teilnahme 2008 hieß der erste Gegner Marokko. Damals ging Namibia mit 1:5 unter und konnte erst in den folgenden Partien gegen Ghana (0:1) und Guinea (1:1) Achtungserfolge einheimsen.

Auch in diesem Jahr ist Namibia der klare Außenseiter in der Hammergruppe D. Mit der Elfenbeinküste und Marokko warten zwei Titelfavoriten bei der dritten Teilnahme am Afrika Cup. Auch Nachbarstaat Südafrika kann immerhin schon einen Titel in diesem Wettbewerb vorweisen, aber gilt als der leichteste Gegner in der Gruppe.

Hoffnung macht der Auftritt im Testspiel gegen Ghana. Mit 1:0 durch einen Treffer des Rückkehrers Manfred Starke konnten die Brave Warriors einen Achtungserfolg in der Vorbereitung auf das Turnier erringen. Trotz dessen sollte man dieses Freundschaftsspiel nicht überbewerten. Ghana wechselte in der Halbzeit seine komplette Mannschaft durch und befand sich in einer frühen Phase der Vorbereitung.

Das letzte Testspiel Marokkos lässt ebenfalls ein wenig Hoffnung aufkommen. Gegen das nicht qualifizierte Sambia wurde 2:3 verloren. Gerade die Defensive wirkte bei diesem Test alles andere als sattelfest und das trotz großer Namen in der Verteidigung. Mehdi Benatia, der ehemalige Spieler von Bayern München und Juventus Turin, ist mit 32 Jahren der erfahrene Abwehrchef und Kapitän einer hoffnungsvollen jungen Mannschaft mit Spielern aus ganz Europa. Außenverteidiger Achraf Hakimi überzeugte mit seinem Tempo und Offensivwucht dieses Jahr bei Borussia Dortmund, auch wenn er im Defensivverhalten noch einige Schwächen aufweist. Ein ähnliches Talent ist Rechtsverteidiger Nouassir Mazroui von Ajax Amsterdam. Der große Star des Teams ist sein Teamkollege Hakim Ziyech, der dieses Jahr einer der prägenden Figuren bei Amsterdams Halbfinaleinzug in der Champions League war. Der offensive Flügelstürmer schoss gegen Sambia beide Tore.

Als klarer Außenseiter hat Namibia nicht viel zu verlieren, wie auch der Kapitän Ronald Ketjijere feststellte: „Wir werden uns nicht unnötig unter Druck setzen. Von den Voraussetzungen her sind wir der klare Underdog. Deswegen haben wir nichts zu verlieren.“ Die Eingliederung der beiden Legionäre Manfred Starke und Ryan Nyambe ist eine zusätzliche Verstärkung. Beim Testspiel gegen Ghana war die Defensivarbeit ein deutlicher Pluspunkt. Unter Cheftrainer Ricardo Manetti stimmt zudem die Einstellung und das Arbeiten gegen den Ball. Kombiniert mit schnellen Gegenstößen hat Namibia die Fähigkeit auch gegen dominante Gegner eine Überraschung zu schaffen.

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