20 April 2017 | Lokales

Winterzeit lässt Schulen kalt

Mehrheit scheint für eine Abschaffung der Zeitumstellung zu sein

Das Schulwesen galt als der Sektor, für den die Zeitumstellung besonders wichtig sei. Doch jetzt bekräftigte die Bildungsministerin, dass es ihr prinzipiell egal ist, ob die Winterzeit bestehen bleibt oder abgeschafft wird. Der Unterrichtsbeginn sei flexibel und könne individuell verändert werden.

Von Clemens von Alten, Windhoek

Im Rahmen der gestrigen Anhörung vor dem ständigen Parlamentsausschuss für Außenpolitik, Verteidigung und Sicherheit erklärte Bildungsministerin Katrina Hanse-Himarwa, ihr Ressort sei kaum von der Zeitumstellung betroffen: „Wir folgen dem Bildungsgesetz, wonach wir selbst Schuljahr und Unterrichtszeiten festlegen können.“ Die Politikerin erklärte, dass der Wechsel zwischen Standard- bzw. Sommerzeit, und der nun zur Debatte stehenden Winterzeit im Bildungswesen eher irrelevant sei: „Ob wir umstellen oder nicht – den Schulen ist es möglich, die Unterrichtsstunden den eigenen Umständen anzupassen; die einen beginnen um 7 Uhr, die anderen um 7.30 oder um 8 Uhr.“ Eine Herausforderung sei, die Unterrichtszeiten an den Berufsalltag der Eltern anzupassen.

Zu diesem Schluss sei das Bildungsministerium nach umfangreichen Gesprächen mit Bildungsvertretern aus allen Regionen gelangt. „Beispielsweise konnten wir klar erkennen, dass die Regionen Kunene, Ohangwena und Omusati eine Zeitumstellung bevorzugen“, so Hanse-Himarwa, der zufolge viele dieser Bildungseinrichtungen in abgelegenen, ländlichen Gebieten zu finden sind. „Es ist ein Sicherheitsfaktor, wenn Kinder einen Schulweg von fünf Kilometern und mehr im Dunkeln zurücklegen müssen.“ Wie die Ministerin erklärte, lehnen allerdings die meisten der Regionen die Winterzeit ab.

Ferner gebe es in der Khomas-Region eine klare Spaltung. „Die Schulen im Westen unterstützen die Zeitumstellung“, so die Bildungsministerin. In diesem Teil der Region gebe es sogenannte Farmschulen (auf dem Land) sowie eine ärmere Bevölkerung, was zur Folge habe, dass hier Faktoren wie Tageslicht und die winterliche Morgenkälte für eine Zeitumstellung sprechen. „Im Osten – wo beispielsweise die Windhoeker Wohnviertel Ludwigsdorf und Klein Windhoek liegen – ist man gegen die Winterzeit“, sagte Hanse-Himarwa. „Hier werden die meisten Schulkinder von den Eltern zur Schule gebracht und wieder abgeholt, und man ist der Meinung, dass der durch die Winterzeit verkürzte Nachmittag außerschulische Aktivitäten einschränke.“

Der gestrige Termin im Tintenpalast ist Teil einer Serie von Anhörungen, die am vergangenen Donnerstag mit dem Innenministerium begannen und kommende Woche mit Vertretern der Wirtschaft, gemeinnützigen Organisationen und der Lehrergewerkschaft fortgeführt werden sollen. Den Anstoß zu diesen Sitzungen gab Innenministerin Pendukeni Iivula-Ithana, die im Februar dieses Jahres der Nationalversammlung eine entsprechende Änderung des Zeitgesetzes von 1994 vorstellte. Der Vorschlag: Die Standardzeit (Greenwich-Zeit plus 2 Stunden: GMT +2) soll ganzjährig bestehen. Die Gesetzesnovelle sollte noch vor der üblichen Umstellung am ersten Aprilwochenende in Kraft treten. Allerdings kam es nicht zu einer Debatte, sondern das Thema wurde in den Parlamentsausschuss verwiesen (AZ berichtete).

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