30 Mai 2018 | Meinung & Kommentare

Willkommensgruß hat einen Preis

Man darf nicht alle Chinesen über einen Kamm scheren. Da hat der Eigentümer der Agama-Lodge, der an ein Konsortium mit chinesischen Teilhabern verkauft, vollkommen recht.

Dabei darf daran erinnert werden, dass die Abneigung gegenüber Einwanderern in Namibia eine eher neuzeitliche Entwicklung ist. Abgesehen von den San, der Urbevölkerung der afrikanischen Kongo-Kalahari-Region, sind wir alle irgendwann mal hier eingewandert und zwar jede weitere namibische Volksgruppe. Auch Chinesen, die es bereits vor der Unabhängigkeit nach Namibia verschlug, waren willkommen. Gleich nach der Unabhängigkeit gab es eigentlich wenig Stimmen, die gegen chinesische Einwanderer wetterten.

Die sich mittlerweile scheinbar automatisch gegen Chinesen richtende Antipathie der meisten Namibier, beruht wohl eher auf der Tatsache, dass sich Namibier aller Regionen vom namibischen Staat sowie der chinesischen Regierung verschaukelt fühlen. Jedenfalls wurde hier Keinem der Weg verbaut, wenn sich diese Person ehrlich und mit gutem Vorsatz an ein Projekt wagte. Ein typisches Beispiel waren die bereits früher beliebten Chinesen, die das chinesische Restaurant in Windhoek betrieben und später ein Riesengebäude in Klein Windhoek errichteten.

Böse wurden die Einwohner erst dann, als die besagten Regierungen Menschen aus China hierher übersiedelten, die keinen Beitrag leisteten, außer dass sie die Arbeitslosenrate weiter in die Höhe zwangen. Sie nahmen Bauarbeitern und sonstigen Tagelöhnern ihre Chance auf eine Beschäftigung. Leute, die wahrscheinlich teilweise sogar in China ungewollt sind, durften und dürfen sich als „Händler“ in jedem Ort ansiedeln und fallen allzu oft auf wegen Schmuggel und Wilderei. Während sich andere ausländische Investoren und Fachkräfte jeder Schikane seitens der Einwanderungsbehörden ausgesetzt sehen, werden diese Leute en Masse eingeschleust.

Jeder Willkommensgruß hat einen Preis und in diesem Falle ist er unverkäuflich, trotz einzelner Auto-Spende gegen Wilderei.

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