14 Mai 2021 | Natur & Umwelt

Wildtierschutz im Fokus

Kommunale Hegegebiete für neues Projekt im Norden ausgewählt

Im Norden Namibias wird ein neues Projekt in kommunalen Hegegebieten eingeführt, bei dem das Augenmerk besonders auf die Erhaltung von Wildtieren sowie die Ernährungssicherheit der von diesen Ressourcen abhängigen Gemeinschaften gelegt wird.

Von Steffi Balzar

Windhoek

Im Rahmen des Sustainable Wildlife Management-Programms (SWM) wurde am Mittwoch in Windhoek das „Support to the Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area for Sustainable Wildlife Management Project (ACT-KAZA)“ vorgestellt, das im Norden des Landes durchgeführt werden soll. Laut der Vertreterin der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organisation of the United Nations, FAO), Farayi Zimudzi, wird das SWM-Programm bereits in 15 Ländern durchgeführt mit dem Ziel, ein nachhaltiges Wildmanagement zu betreiben sowie eine Verbesserung der Nahrungssicherheit für die ländliche Bevölkerung zu erzielen, die in engem Kontakt mit Wildtieren lebt.

„Die neue Komponente des SWM-Programms basiert auf einem innovativen Ansatz zur Unterstützung eines Netzwerks kommunaler Hegegebiete zur Verbesserung der ökologischen Vernetzung in Namibia und Botswana“, so Zimudzi. So soll der Ansatz, der bereits in anderen SWM-Standorten in Sambia und Simbabwe umgesetzt wird, nun auf das gesamten KAZA-Gebiet (Kavango Zambezi Transfrontier Conservation Area, KAZA TFCA) ausgeweitet werden. „Wir wollen dadurch zum Schutz der grenzüberschreitenden Wildkorridore beitragen und gleichzeitig die friedliche Koexistenz zwischen Menschen und Wildtieren in dieser Region fördern.“

Für das Projekt wurden zwölf kommunale Hegegebiete in den Regionen Sambesi, Kavango-Ost und Otjozondjupa sowie die Kyaramacan Association im Bwabwata Nationalpark in Botswana ausgewählt. „Die Standorte befinden sich innerhalb wichtiger grenzüberschreitender Wildkorridore in der KAZA-Landschaft, die die freie Bewegung von Wildpopulationen zwischen den fünf Ländern Namibia, Botswana, Simbabwe, Sambia und Angola unterstützen“, hieß es ferner. Das Projekt wird in den nächsten vier Jahren von der FAO in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium verwaltet, während die Umsetzung vor Ort hauptsächlich vom World Wide Fund for Nature (WWF) übernommen wird. „Das Projekt wird allein in Namibia über 212 000 Menschen zugute kommen“, erklärte Zimudzi.

Konkrete Ziele sind dabei laut der Leiterin des WWF in Namibia, Dr. Juliane Zeidler, die Verbesserung des rechtlichen Rahmens für die nachhaltige Nutzung von Fleisch von robusten Wild- und Fischarten und ein besseres Management dieser. Ferner soll die Versorgung mit alternativen Proteinen für die ländliche und städtische Bevölkerung verbessert und vervielfältigt und der Konsum von Wildfleisch nachhaltiger werden. Der Umweltminister, Pohamba Shifeta, sagte am Mittwoch: „Wir sind von den Komponenten dieses Projekts wirklich begeistert, da es sehr gut zu den Prioritäten der Regierung für einen nachhaltigen Gebrauch von Wildtieren zum Nutzen unserer lokalen Gemeinden sowie zur Verhinderung und Abschwächung des Mensch-Wildtier-Konflikts passt.“

Das SWM-Programm wird von der French Development Agency (AFD) mit Unterstützung der Europäischen Union (EU) und der French Facility for Global Environment (FFEM) finanziert.

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