11 Januar 2017 | Polizei & Gericht

Wilderei-Trio bleibt in Haft

Die wegen illegaler Nashorn-Jagd angeklagten Männer wurden vorgeführt

Die Polizei sucht weiterhin nach zwei Verdächtigen, wovon die eine Person ihnen bereits bekannt ist. Das Trio, welches bereits im Jahr 2015 des Mordes an Reinhardt Schmidt von der Farm Hoodia angeklagt wurde, muss sich nun wegen der illegalen Jagd auf geschütztes Wild im Gericht verantworten.

Von Frank Steffen

Windhoek/Gobabis

Gestern Morgen erschienen Gerson Uakaerera Kandjii, Domingo Justice Moma und Erwin Tjiteere in Gobabis auf die Anklage der Wilderei von Nashörnern auf der Farm von Walter und Charmaine Kennear unweit von Gobabis. Wenige Tage vor Weihnachten wurden zwei ausgewachsene Nashörner erschossen, darunter eine Kuh, die gerade ein Kalb geboren hat. Zwei weitere Dickhäuter wurden durch Schüsse verletzt.

Anfänglich kam es zu einer Fehleinschätzung des Staatsanklägers Salomon Kanyemba, welcher sich mit veralteter Gesetzgebung befasst hatte. Nachdem er von Medienvertretern darauf hingewiesen wurde, dass es bereits seit vielen Jahren eine Gesetzesnachbesserung gegeben habe (bzw. härtere Strafmaßnahmen), stellte Kanyemba eine aktualisierte Anklage zusammen, wonach der Gerichtstermin mit einer einstündigen Verspätung begann.

Ähnlich wie in einer Anklage in Okahao (Nord-Namibia), wo Kandjii ebenfalls der Nashorn-Wilderei bezichtigt wird, bestätigte Kanyemba dem Gericht, dass die neue Gesetzgebung eine Maximalbestrafung von 200000 N$ oder 20 Jahren Freiheitsentzug bestimmt, wobei in Sonderfällen die Strafen sogar simultan auferlegt werden können. Der Staatsankläger plädierte gegen die Gewährung einer Kaution, da die Untersuchung noch nicht abgeschlossen sei und sich zwei Verdächtige, derer Personalien der Polizei bereits bekannt seien, noch auf freiem Fuß befinden. Kanyemba wies außerdem im Falle Kandjjis auf die Tatsache, dass dieser sich wegen seiner angeblichen Mitschuld an der Rhino-Wilderei bei Okahao, gegen Zahlung einer Kaution von 20000 N$ auf freiem Fuß befinde. Dieser Fall werde am 27. Februar 2017 im Magistratsgericht-Okahao angehört. Besonders schwerwiegend empfand Kanyemba die Tatsache, dass alle drei Beschuldigten im Jahre 2015 des Mordes an dem Farmer Reinhardt Schmidt – von der Farm Hoodia im Distrikt Kalkrand – angeklagt seien und sich nach Gewährung einer Kaution von 5000N$ je, wieder auf freiem Fuß befänden.

Magistratsrichter Godwin Chizhande gab dem Staatsankläger recht und vertagte den Fall auf den 31. März 2017, an welchem Tag alle Anklagen formell vorgetragen werden sollen und die Angeklagten einen Kautionsantrag stellen dürfen, nachdem alle drei gestern um Rechtsbeistand gebeten hatten.

Vor der Verhandlung hatten sich einige Farmer aus der Umgebung eingefunden. Die Stimmung im Hof war teils gespannt, zumal sich die Angeklagten bereits im Gerichtssaal befanden und mit sichtlichem Genuss die Farmer und Medienvertreter herausfordernd angrinsten. Allerdings wollten sie nicht dabei fotografiert werden und verdeckten zumeist ihr Gesicht.

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