31 Juli 2019 | Verkehr & Transport

Wetter-Chaos am Flugplatz Walvis Bay

Nebel verhindert Landungen – Flüge werden umgeleitet – Keine Navigationshilfe

Am Flughafen in Walvis Bay mussten am Montag mehrere Flüge umgeleitet werden, weil eine Landung wegen dichten Nebels unmöglich war und sich Piloten nicht auf die Orientierungshilfe des seit längerem deaktivierten Bodenradars verlassen konnten.

Von Catherine Sasman

Windhoek

Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen mussten mehrere Flüge von Air Namibia, SA Express und SA Airlink entweder umkehren, oder auf anderen Flughäfen landen. Davon betroffen war unter anderem ein Flug von SA Airlink, der nach mehreren vergeblichen Landeversuchen umkehren und nach Johannesburg zurückkehren musste. Zuvor war die Maschine mehrmals über den Flughafen in Walvis Bay gekreist – die Piloten mussten den Landeanflug jedoch wegen tief hängender Wolken und dichten Nebels stets abbrechen.

Die Flüge von Air Namibia und SA Express wurden zum Hosea-Kutako-Flughafen außerhalb von Windhoek umgeleitet, wo die Passagiere teilweise über mehrere Stunden gestrandet blieben. Unzufriedene Fluggäste machten ihrem Unmut über die Unannehmlichkeiten Luft und beschuldigten sowohl die zivile Luftfahrtbehörde (NCAA), als auch die für sie zuständigen Luftfahrtgesellschaften der Inkompetenz. Die Fluglinien wiesen jegliche Verantwortung von sich und beriefen sich auf allgemeine Geschäftsbedingungen, in denen widrige Wetterverhältnisse als höhere Gewalt definiert sind und sie von jeglicher Haftung ausschließen.

Der amtierende NCAA-Direktor Reinhard Gärtner teilte auf Anfrage mit, man habe wegen juristischer Bedenken „keine andere Wahl gehabt“, als die Navigationshilfen am Flughafen zu deaktivieren. Er wollte jedoch keine Berichte kommentieren, wonach es bei den eingesetzten Geräten gewisse Auffälligkeiten gebe, die z.B. auf die Verwendung einer möglicherweise illegalen Software schließen ließen. Ferner wolle er aus juristischen Gründen nicht den Lieferanten der Ausrüstung nennen, mit dem offenbar ein Rechtsstreit bevorsteht.

Gärtner zufolge würden heute weitere Krisengespräche stattfinden, bei denen eine mögliche Lösung des Problems erörtert werden solle. Er könne jedoch nicht sagen, wann sich die Situation „normalisieren“ werde.

Eine mögliche Reaktivierung alter Anflug-Instrumente könne dabei eventuell vorübergehende Entlastung schaffen, stelle aber keine dauerhafte Lösung für die derzeitige Situation dar. Vielmehr sei wahrscheinlich, dass die NACC eine Ausschreibung zur Beschaffung neuer Navigationsinstrumente werde durchführen und die bestehenden Geräte werde ersetzen müssen.

Gärtner hatte sich bereits gestern mit Transportminister John Mutorwa getroffen, um die derzeitige Notlage zu besprechen. Die Beratungen hatten auch deshalb besondere Bisanz, weil am 2. August eine neue Treibstoffanlage beim Hafen in Walvis Bay eingeweiht werden soll und zu diesem Anlass zahlreiche Gäste erwartet werden, von denen viele einfliegen werden.

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